Veranstaltungen

Sonntag, 07.08.2022, 17:00 Uhr // Distelschänke-Am Jenzig 1
Local Jazz feat. Peter Kowal

 

Local Jazz

Kay Kalytta – Schlagzeug
Stefan Nagler - Hammond Orgel
Nils Alf - Saxophone

Special Guest from Cologne: Peter Kowal - Gitarre

Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne bewegen sich die Akteure in diesem Quartett mit einem Höchstmaß an Spielspass und Flexibilität zu einander. Mit beachtlicher Virtuosität, großen Ohren, offenen Herzen und dem Drang nach der Energie des Moments begegnen sich die Musiker bei jedem Konzert aufs Neue. Authentisch und ganz im Sinne des Jazz. Auf die Zuhörer wartet ein Flug ins Ungewisse, auf die Piloten auch, dazu gehört Mut, doch alle Instrumente werden regelmäßig überprüft und wer sich an Board begibt wird belohnt. Turbulenzen werden provoziert, Notlandungen blieben bisher aus. Ein einzigartiges Zusammentreffen, handverlesene Individuen, unterschiedliche Geschichten, ein S

Sonntag, 21.08.2022, 18:00 Uhr // Distelschänke - Am Jenzig 1
N E N E M I A (Jazz, World)
Bandfoto: N E N E M I A - Foto by Umberto Casals

B e s e t z u n g:

Gabriel Karapatakis (Nikosia, Zypern) – Bundloser E-Bass, Komposition
Zacharias Spyridakis (Kreta, Griechenland) – Kretische Lyra, Komposition
Hub Hildenbrand (Berlin, Deutschland) – Gitarre, Komposition

Webseite: https://www.nenemia.com/
Pressebilder zum herunterladen: https://www.nenemia.com/presskit


In der griechischen Mythologie bedeutet Nenemia die Stille von Wind und Meer vor dem
Sturm. Eine solche nachdenkliche Stille ist kostbar, sie ist auch ein Zustand aus dem die
Musik entsteht. Jedes neue Abenteuer, sei es ein Zephir, Monsun, Meltemi oder Sturm,
nimmt hier seinen Anfang.
Die drei Musiker von Nenemia sind Reisende, Seeleute auf offener See, deren Wurzeln in
unterschiedlichen Musikkulturen liegen. Drei Individuen, die mit ihren Saiteninstrumenten in
einen spannenden Dialog treten, um gemeinsam ein musikalisches Kaleidoskop an ganz
persönlichen Geschichten zu entfalten.
Ihre Improvisationen sind furchtlose Erkundungen im endlosen Ozean der Musik – subtilste
Musikalität, Tiefe, Erotik, Suggestivkraft und kunstvolle Beherrschung (Jazzpdium, 2018), die
den Hörer dazu einläd, mit an Bord zu kommen, um seine ganz eigene musikalische Reise zu
erleben.

Im März 2015 spielte Nenemia in Berlin ihr erstes Konzert. Die musikalischen Hintergründe
und Erfahrungen der drei verbinden sich in ihrer einzigartigen kammermusikalischen
Klangästhetik auf wundervolle Weise. Das Trio ist ein kulturübergreifendes Jazzprojekt mit
folkloristischen Einflüssen und von hoher Authentizität. Das Zusammenspiel der drei, sehr
unterschiedlichen Musiker überrascht. Atmosphärische, lyrische Kompositionen mit starken
Melodien treffen auf Experimentierfreude, Interaktion und lebendige Improvisationen.
Dynamischer zeitgenössischer Jazz jenseits des Üblichen, mit mediterranen Farben und
orientalischen Gewürzen.

Das Trio konzertierte in Zypern, Deutschland und Griechenland und wird/wurde unterstützt
vom Ministerium für Bildung und Kultur Zyperns, von der Botschaft der Republik Zypern,
dem Goethe-Institut und der Pharos Arts Foundation.

Samstag, 27.08.2022, 20:00 Uhr // ZEISS-Planetarium
"Zurück in die Zukunft" - Thüringen 360 Grad
Foto: Tina Peißker

"Space Is The Place - Music Is The Base"

Sprecher - Axel Thielmann
Drums/Perc/Synth - Kay Kalytta
Bass/Loops - Phillip Martin
Piano/Organ - Stefan Nagler

Robert Metzner - Visual Arts - 360° Projektion

Das Projekt-SPACE IS THE PLACE- wird gefördert von MUSIKFONDS und der Beauftragender Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) - Eine Kooperation der Jazzmeile Thüringen mit dem Zeiss Planetarium Jena und dem Lé Café Open Ear Jazz Festival. (New Zealand) (https://www.musikfonds.de/)

 Science Fiction in Wort, Klang und Bild mit der Künstlergruppe Enterprise.Weltraummusik trifft auf galaktische Texte und Illumination

 

 

Sonntag, 11.09.2022, 17:00 Uhr // Distelschänke -Am Jenzig 1
3000 das ist JAN KLARE 1000+STEVE SWELL
Fot: André Symann2022

1000 =
Jan Klare – reeds
Bart Maris – trumpet
Elisabeth Coudoux – cello
Wilbert de Joode – bass
+
Steve Swell – trombone
= 3000

Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 

Bart Maris, Jan Klare, Wilbert de Joode und Michael Vatcher gründeten 2004 die Band 1000, in ihrer Besetzung an das legendäre Ornette Coleman Quartett angelehnt, und spielten von Beginn an Kompositionen, die eigentlich für Improvisationsmusik ungeeignet waren – Stücke zB von Wagner, Bach, Bennett oder Monteverdi – so etablierten sie durch spektakuläre Interpretationen dieses Materials schon früh einen unverkennbaren Stil.

Die Art und Weise wie 1000 improvisierend und adhoc Form gestaltete, beeindruckte von Anfang die Kritiker. („consistently interesting quartet that keeps evolving and getting better with each release.“ Bruce Lee Gallanter, Downtown Music Gallery). Im Laufe der Jahre erlernte 1000 einen beinah telepathischen Umgang – eine intuitive Sprache, die fließend Textur mit Energie und Subtilität balanciert.

 

 

Donnerstag, 15.09.2022, 20:00 Uhr // TRAFO-Nollendorfer Straße 36
LUF – PASSION von Volker Braun Szenische Lesung
Fotos by-Francesca Pfeffer - Volker Braun by Peter Peitsch

LUF – PASSION von  Volker Braun Szenische Lesung
Veranstalter: Jazz im Paradies e.V. , Lesezeichen e.V. , Jenakultur, TRAFO

Volker Braun -Lesung & Gespräch
Baby Sommer trifft den Pianisten Simon Lucaciu
Pina Bergmann - Moderation

 

„Die Luf-Passion erzählt von der Entstehung des kunstvollen Boots und der Vernichtung eines kunstfertigen Volkes. Wohin das Boot gehört, ist hier nicht die Frage, aber wohin es sich bewegt! Restitution hat eine größere Dimension, sie heißt Zivilisierung unserer Zivilisation.“ Volker Braun
Volker Brauns Verse, die, wie so oft, sich im Kontext europäischer Aufklärungsgeschichte bewegen und mit Fragmenten der Kolonialgeschichte operieren, fragen nach den offenen Rechnungen, die unsere porösen Demokratien aus ihrer überkommenen Kolonialmachtzeit noch zu begleichen haben.
Kongenial von Ann Cotten, einer ebenso begnadeten Dichterin, ins Englische übertragen. Weil Raubkunst und Räuberstaat eben keine nationalen Phänomene waren und sind, sondern globalisierte Enteignung und Vernichtung. Die Sprache der Aufhebung des Unrechts ist international.
Ein großes, ein aufwühlendes Dokument und Dichtung zugleich: eine Passion ohne einen Messias.

Volker Braun, geboren 1939 in Dresden. Studium der Philosophie. Lebt in Berlin. 2000 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
Provokation für mich, 1966; Großer Frieden, 1976; Training des aufrechten Gangs, 1979; Hinze-Kunze-Roman, 1984; Die Übergangsgesellschaft, UA 1987; Bodenloser Satz, 1989; Die hellen Haufen, 2011; Demos, 2016; Handbibliothek der Unbehausten, 2016; Verlagerung des geheimen Punkts. Schriften und Reden, 2019; Große Fuge, 2021

Ann Cotten, geboren 1982 in Iowa/USA. Studium der neueren deutschen Literatur. Lebt in Wien und Berlin. 2020 erhielt sie den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen.
Fremdwörterbuchsonette, 2007; Florida-Räume, 2010; Der schaudernde Fächer, 2013; Verbannt!, 2016; Fast dumm. Essays von on the road, 2017; Lyophilia, 2019

Sonntag, 18.09.2022, 17:00 Uhr // Distelschänke – Am Jenzig 1
PRO ART All Stars Band
Foto: Tina Peißker

Das Projekt - JIP40/41 wird durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

Welcher Wahnsinnige schleppt heutzutage noch freiwillig 5-6 Zentner in Form von Hammondorgel, Lesliekabinett und Fender-Rhodes-Piano auf die Bühne, verzichtet auf machbare Gagen, um sich einen vierstimmigen Bläsersatz zu leisten und spielt dann auch noch frech eine Musik, die alles „Gestylte“ und „Trendige“, was heute so als Klangtapete im Quotenradio läuft, konsequent ignoriert ????

und wer hält das nun inzwischen schon über 35 Jahre durch, und hat auch keineswegs die Absicht in nächster Zeit damit aufzuhören? Die Band „Pro Art“ aus Ilmenau.

Wenn man „Pro Art“ erlebt, kann man verstehen, warum das so ist. Die Band hat einfach nur Spaß am Groove. Ein Wort, das so oft und gern missbraucht wird, hier lebt es.

Diese Mischung aus alten, gestandenen Thüringer Blues- und Soulmusikern mit den jungen „Wilden“, die mit der Musik der „Alten“ aufgewachsen sind und das mit dem mischen, was ihr heutiges Lebensgefühl ist: Nu’Jazz, Triphop, Drum’n Bass. Hier spielen Väter mit ihren Söhnen. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Band immer wieder verjüngt, und mit jedem Neuankömmling werden auch die seit Jahren fest im Programm verankerten Nummern farbiger und facettenreicher.

Was dabei herauskommt ist traditionell, aber frisch. Da groovt der Bassist wie ein Uhrwerk, knochentrocken und trotzdem “läß’sch“ (wie der Erfurter sagen würde), mit einem Drummer, der so wunderbar spröde und modern spielt, dass da ein Rhythmusfundament entsteht, auf dem sich die „fette“ (und diese Orgel verdient dieses Wort wirklich) Hammond B3 von Andi Geyer so richtig austoben kann.

Viele eigene Stücke neben Coverversionen alter Klassiker von Johnny Guitar Watson, den Crusaders oder Dr.John kommen von der Bühne. Die Band hat einen großen Fundus an Musik, aber am spannendsten sind die immer wieder neu entstehenden Situationen bei den vielen Improvisationsstrecken, wenn „Pro Art“ mal wieder einfach nur „groovt“.

Samstag, 24.09.2022, 14:00 Uhr // Gasthof „Zu den vier Linden“, Vollradisroda bei Jena
Lyrik über Land - 1. Poesiefestival Vollradisroda 2022
Foto:Peter-offmann

„Lyrik über Land - 1. Poesiefestival Vollradisroda 2022“ - trifft Jazz
Sa., 24. 9. und So. 25.9. 2022, Gasthof „Zu den vier Linden“, Vollradisroda bei Jena

Das Poesiefestival „Lyrik über Land“ möchte Dichter*innen und Musiker*innen aus Mitteldeutschland mit einem regionalen Publikum im Umfeld dörflicher Struktur zusammenbringen.

Halbstündige Lesungen werden von improvisierter Live-Musik unterbrochen und mit kleinen kulinarischen Angeboten ergänzt. Außerdem gibt es literarische Spaziergänge, die die Signatur des jeweiligen Ortes wie Wüstung Möbis, Hütte am Teich, Kirschallee oder Grenzstein mit „Nature Poetry“ verbindet. Hier wird ein vertiefter Kontakt zwischen Publikum, AutorInnen und dörflich geprägtem Landschaftsraum möglich.

Passend zu Location und Konzept sind Lyriker wie André Schinkel (Halle), Christian Rosenau (Coburg) oder Andreas Altmann (Berlin) angefragt. Ein Lyrikkolleg am Vormittag zu „Nature writing“ mit der erfahrenen Autorin Daniela Danz wird für fünf Teilnehmer deutschlandweit ausgeschrieben.

In der Abendveranstaltung setzen ein renommierter Autor und der Gitarrist und Klangkünstler Falk Zenker publikumswirksame Glanzlichter. Die LyrikerInnen Romina Nikolic und Mario Osterland aus Thüringen bieten danach auf zwei Gängen durch die Dunkelheit „Lyrisches zur Nacht“.

Den Sonntagvormittag eröffnet ein musikalischer Frühschoppen mit der einheimischen Band „Onkel Helmut and the firefuckers“. Der folgende „open mike“ ist als Treffpunkt für Autoren, Gäste, Lyrik-Verleger und Workshopteilnehmer mit spontanen Lesungen und einem „Lyrikmarkt“ geplant.

Das ganze Projekt soll Raum bieten für künstlerische Anregung, produktiven Diskurs und Netzwerkbildung.

Durch die Öffnung des Festivals in den ländlichen Raum erhoffen wir uns inspirierende Begegnungen zwischen LyrikerInnen, MusikerInnen und einheimischen wie auch stadtnahen BesucherInnen aus der Region Weimar – Jena – Weimarer Land.

Das Dorf Vollradisroda, zwischen Weimar und Jena gelegen, ist dafür mit dem Gasthof „Zu den Vier Linden“ und einer engagierten Landgemeinde besonders geeignet. Dabei ist es uns wichtig, das Angebot auch für die Bewohner der benachbarten Gemeinden attraktiv zu machen. Gleichzeitig ist eine kulturelle Belebung des Ortes und seines ländlichen Umfeldes unser Ziel.

Die Organisatorinnen Iris Geisler und Christine Hansmann sind als Sprecherinnen und Autorinnen freischaffend tätig und verfügen über langjährige Erfahrungen im Veranstaltungsbereich.

Veranstalter ist der Lese-Zeichen e.V. Jena, Thüringer Büro für Literatur und Kunst, Kooperationspartner sind Jazz im Paradies e.V./Jazzmeile Thüringen und Radio OKJ Jena. Letzteres wird einzelne Programmpunkte aufzeichnen und zu einem späteren Zeitpunkt senden.

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ABLAUFLAN:
Samstag, 24. 9.2022

im Gasthof, Großer Saal:

10.00 -13.00/15.00 Uhr Lyrikkolleg zu „Nature writing“ mit Anja Kampmann- angefragt
fünf Teilnehmer (Ausschreibung)

14.00 Uhr Eröffnung, Begrüßung durch Schirmherrin

14.15 - 14.30 Uhr Musik: Klaus Wegener (Jena), Klarinette/Saxophon -zugesagt
14.30 - 15.00 Uhr Lesung: André Schinkel (Halle) - zugesagt
15.00 - 15.15 Uhr Musik: Klaus Wegener (Jena), Klarinette/Saxophon
15.15 - 16.15 Uhr: Kulinarisches (Thüringer Kuchenbuffett)

im Freien:

16.15 - 17.00 Uhr Poesie vor Ort (3x3 poetische Spaziergänge) (Wüstung Möbis / Urdacher Kopflinden / Kirschallee - Alter Grenzstein) - rotierend
17.00 - 17.45 Uhr mit: Silja Rosa Schletterer/ Mikael Vogel - zugesagt, Andreas Altmann (Berlin) – zugesagt und Christian Rosenau (Coburg) - zugesagt
17.45 - 18.30 Uhr

im Gasthof, Großer Saal:

18.30 - 19.30 Uhr Kulinarisches (Buffett: Thüringer Schlachteplatte+ Veganes)
19.30 - 20.00 Uhr Konzert mit Falk Zenker (Kapellendorf), Gitarre - zugesagt
20.00 - 21.00 Uhr Lesung: Lutz Seiler (Berlin) - zugesagt
21.30 - 22.00 Uhr Konzert mit Falk Zenker (Kapellendorf), Gitarre

im Freien:

22.00 – 23.00 Uhr Lyrisches zur Nacht (Spaziergang durch die Dunkelheit – Hütte am Teich) mit Romina Nikoli´c (Jena) und Mario Osterland (Erfurt) - zugesagt

Sonntag, 25.9.

im Freien, vor dem Gasthof:
10.00 -10.45 Uhr musikalischer Frühschoppen mit der Band „Onkel Helmut and the firefuckers“ (Taubach) - zugesagt

im Gasthof, Großer Saal: Lyrikmarkt (Bücherstand, „edition azur“ etc.)
11.00 – ca. 12.00 Uhr open mike für Workshopteilnehmer, Autoren und Gäste, eventuell Abschlusslesung mit Anja Kampmann?
Verabschiedung


im Freien, vor dem Gasthof:

12.15 -13.00 Uhr musikalischer Frühschoppen mit der Band „Onkel Helmut and the firefuckers“ (Taubach)
Kulinarisches


Konzept: Iris Geisler und Christine Hansmann
Moderation: Iris Geisler, Christine Hansmann und Marko Kruppe
Organisation: Iris Geisler, Christine Hansmann, Romina Nicoli´c, Ralf Schönfelder
Social Media: Claudia Laszlop
Fotografin: Tina Peißker
Werbegrafik: Dorothee Herrmann
Technik: Harald Dubellier
Fahrdienst/Kasse: Helmut Herrmann
Kooperationspartner: Lese-Zeichen e.V., Radio okj, Jazzmeile Thüringen e.V., Jazz im Paradies e.V.
Finanzierung: Deutscher Literaturfonds, Programm Neustart Kultur – genehmigt, Jazzmeile Thüringen e.V., Lese-Zeichen e.V.

 

Samstag, 24.09.2022, 14:00 Uhr // Gasthof „Zu den vier Linden“, Vollradisroda bei Jena
Lyrik über Land - 1. Poesiefestival Vollradisroda 2022
Foto:Peter-offmann

„Lyrik über Land - 1. Poesiefestival Vollradisroda 2022“ - trifft Jazz
Sa., 24. 9. und So. 25.9. 2022, Gasthof „Zu den vier Linden“, Vollradisroda bei Jena

Das Poesiefestival „Lyrik über Land“ möchte Dichter*innen und Musiker*innen aus Mitteldeutschland mit einem regionalen Publikum im Umfeld dörflicher Struktur zusammenbringen.

Halbstündige Lesungen werden von improvisierter Live-Musik unterbrochen und mit kleinen kulinarischen Angeboten ergänzt. Außerdem gibt es literarische Spaziergänge, die die Signatur des jeweiligen Ortes wie Wüstung Möbis, Hütte am Teich, Kirschallee oder Grenzstein mit „Nature Poetry“ verbindet. Hier wird ein vertiefter Kontakt zwischen Publikum, AutorInnen und dörflich geprägtem Landschaftsraum möglich.

Passend zu Location und Konzept sind Lyriker wie André Schinkel (Halle), Christian Rosenau (Coburg) oder Andreas Altmann (Berlin) angefragt. Ein Lyrikkolleg am Vormittag zu „Nature writing“ mit der erfahrenen Autorin Daniela Danz wird für fünf Teilnehmer deutschlandweit ausgeschrieben.

In der Abendveranstaltung setzen ein renommierter Autor und der Gitarrist und Klangkünstler Falk Zenker publikumswirksame Glanzlichter. Die LyrikerInnen Romina Nikolic und Mario Osterland aus Thüringen bieten danach auf zwei Gängen durch die Dunkelheit „Lyrisches zur Nacht“.

Den Sonntagvormittag eröffnet ein musikalischer Frühschoppen mit der einheimischen Band „Onkel Helmut and the firefuckers“. Der folgende „open mike“ ist als Treffpunkt für Autoren, Gäste, Lyrik-Verleger und Workshopteilnehmer mit spontanen Lesungen und einem „Lyrikmarkt“ geplant.

Das ganze Projekt soll Raum bieten für künstlerische Anregung, produktiven Diskurs und Netzwerkbildung.

Durch die Öffnung des Festivals in den ländlichen Raum erhoffen wir uns inspirierende Begegnungen zwischen LyrikerInnen, MusikerInnen und einheimischen wie auch stadtnahen BesucherInnen aus der Region Weimar – Jena – Weimarer Land.

Das Dorf Vollradisroda, zwischen Weimar und Jena gelegen, ist dafür mit dem Gasthof „Zu den Vier Linden“ und einer engagierten Landgemeinde besonders geeignet. Dabei ist es uns wichtig, das Angebot auch für die Bewohner der benachbarten Gemeinden attraktiv zu machen. Gleichzeitig ist eine kulturelle Belebung des Ortes und seines ländlichen Umfeldes unser Ziel.

Die Organisatorinnen Iris Geisler und Christine Hansmann sind als Sprecherinnen und Autorinnen freischaffend tätig und verfügen über langjährige Erfahrungen im Veranstaltungsbereich.

Veranstalter ist der Lese-Zeichen e.V. Jena, Thüringer Büro für Literatur und Kunst, Kooperationspartner sind Jazz im Paradies e.V./Jazzmeile Thüringen und Radio OKJ Jena. Letzteres wird einzelne Programmpunkte aufzeichnen und zu einem späteren Zeitpunkt senden.

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ABLAUFLAN:
Samstag, 24. 9.2022

im Gasthof, Großer Saal:

10.00 -13.00/15.00 Uhr Lyrikkolleg zu „Nature writing“ mit Anja Kampmann- angefragt
fünf Teilnehmer (Ausschreibung)

14.00 Uhr Eröffnung, Begrüßung durch Schirmherrin

14.15 - 14.30 Uhr Musik: Klaus Wegener (Jena), Klarinette/Saxophon -zugesagt
14.30 - 15.00 Uhr Lesung: André Schinkel (Halle) - zugesagt
15.00 - 15.15 Uhr Musik: Klaus Wegener (Jena), Klarinette/Saxophon
15.15 - 16.15 Uhr: Kulinarisches (Thüringer Kuchenbuffett)

im Freien:

16.15 - 17.00 Uhr Poesie vor Ort (3x3 poetische Spaziergänge) (Wüstung Möbis / Urdacher Kopflinden / Kirschallee - Alter Grenzstein) - rotierend
17.00 - 17.45 Uhr mit: Silja Rosa Schletterer/ Mikael Vogel - zugesagt, Andreas Altmann (Berlin) – zugesagt und Christian Rosenau (Coburg) - zugesagt
17.45 - 18.30 Uhr

im Gasthof, Großer Saal:

18.30 - 19.30 Uhr Kulinarisches (Buffett: Thüringer Schlachteplatte+ Veganes)
19.30 - 20.00 Uhr Konzert mit Falk Zenker (Kapellendorf), Gitarre - zugesagt
20.00 - 21.00 Uhr Lesung: Lutz Seiler (Berlin) - zugesagt
21.30 - 22.00 Uhr Konzert mit Falk Zenker (Kapellendorf), Gitarre

im Freien:

22.00 – 23.00 Uhr Lyrisches zur Nacht (Spaziergang durch die Dunkelheit – Hütte am Teich) mit Romina Nikoli´c (Jena) und Mario Osterland (Erfurt) - zugesagt

Sonntag, 25.9.

im Freien, vor dem Gasthof:
10.00 -10.45 Uhr musikalischer Frühschoppen mit der Band „Onkel Helmut and the firefuckers“ (Taubach) - zugesagt

im Gasthof, Großer Saal: Lyrikmarkt (Bücherstand, „edition azur“ etc.)
11.00 – ca. 12.00 Uhr open mike für Workshopteilnehmer, Autoren und Gäste, eventuell Abschlusslesung mit Anja Kampmann?
Verabschiedung


im Freien, vor dem Gasthof:

12.15 -13.00 Uhr musikalischer Frühschoppen mit der Band „Onkel Helmut and the firefuckers“ (Taubach)
Kulinarisches


Konzept: Iris Geisler und Christine Hansmann
Moderation: Iris Geisler, Christine Hansmann und Marko Kruppe
Organisation: Iris Geisler, Christine Hansmann, Romina Nicoli´c, Ralf Schönfelder
Social Media: Claudia Laszlop
Fotografin: Tina Peißker
Werbegrafik: Dorothee Herrmann
Technik: Harald Dubellier
Fahrdienst/Kasse: Helmut Herrmann
Kooperationspartner: Lese-Zeichen e.V., Radio okj, Jazzmeile Thüringen e.V., Jazz im Paradies e.V.
Finanzierung: Deutscher Literaturfonds, Programm Neustart Kultur – genehmigt, Jazzmeile Thüringen e.V., Lese-Zeichen e.V.

 

Freitag, 07.10.2022, 20:00 Uhr // Volksbad Jena
Nils Petter Molvær Quartet
Nils Petter Molvaer Group 2021_FullBlack


Nils Petter Molvær gehört zu den prominentesten Vertretern inmitten eines elektroakustischen Jazz-Hybriden, der seit den 1990ern zu einem eigenen Genre gewachsen ist. Innerhalb dieses Feldes, das zuweilen auch als „Future Jazz" oder "Nu Jazz“ bezeichnet wird, ist der norwegische Komponist sowohl Pionier als auch Veteran, war er doch einer der ersten Jazzmusiker, der die aufkommenden digitalen und elektronischen Tendenzen um das Jahr 2000 herum in sein Schaffen einbezog. Mit seinem signifikanten Sound, der melancholische Trompetenklänge mit dynamischen elektronischen Geräuschkulissen zusammenbringt, hat Molvær Schwergewichtsstatus erreicht, dem Genre einen Weg vorwärts in ein neues Zeitalter zu ebnen, wobei der Weg seiner Jazz-Vergangenheit verbunden bleibt. Sein jüngstes Release Stitches steht dem in nichts nach. Durch seine Unerschrockenheit im Erkunden neuer Sounds und Emotionen zeigt Molvær einmal mehr, dass der Jazz nicht nur eine Zukunft hat, sondern dazu noch eine, die sowohl strahlend als auch aufregend ist. Neben seiner Tätigkeit als Trompeter und Komponist ist Molvær ebenso bewährter Bandleader mit der Begabung, die besten Musiker:innen für die Besetzung seiner verschiedenen musikalischen Teams auszuwählen, in denen er sie mit genau der richtigen Mischung aus fester Struktur und Flexibilität ausstattet, die für die Fähigkeiten jeder Einzelnen ebenso wie für das Projekt als großes Ganzes förderlich ist.

Besetzung: Nils Petter Molvaer: Trompete // Jo Berger Myhre: Bass // Erland Dahlen: Schlagzeug // Johan Lindström: Gitarre, Pedal-Steel-Gitarre

Das Konzert findet in Kooperation mit der Jazzmeile Thüringen statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nilspettermolvaer.com sowie www.volksbad-jena.de.

Tickets:
VVK: 21 € | VVK erm: 18 €
AK: 24 € | AK erm: 21 €

Der Vorverkauf läuft über die Jena Tourist-Information (03641 49-8060, tickets@jena.de). Der Zutritt erfolgt unter der am Veranstaltungstag geltenden Covid19-Regel. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig im Voraus.

https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500004080000
Veranstalter: JenaKultur / Volksbad Jena / www.volksbad-jena.de

Dienstag, 11.10.2022, 20:00 Uhr // Cafe Wagner
SCHNELLERTOLLERMEIER
Foto by Simon Habegger

Andi Schnellmann – electric bass, electric guitar on Animate Become
Manuel Troller – electric guitars
David Meier – drums & percussion

Info:
http://www.schnellertollermeier.ch/

EXPERIMENTAL-AVANT-PSYCH-MINIMAL / POST-JAZZ / KRAUTROCK /IMPROV
Es gibt Bands, die schöne, intensive Konzerte spielen, sich verbeugen und nach Hause gehen – und es gibt Bands, die Türen aufstossen, die Zeit anhalten und sich mit einer klaren Haltung in die Erinnerung des Publikums einschreiben. Schnellertollermeier sind eine solche Band. Wer sie einmal live erlebt hat wird das bestätigen, und wer ihre Musik zu beschreiben versucht, verwendet meist Adjektive wie überwältigend,minimalistisch, brutal, präzise, monumental, zornig, kontrolliert, fesselnd oder radikal. Bassist Andi Schnellmann, Gitarrist Manuel Troller, und Schlagzeuger David Meier gelingt es, diese Widersprüche zu vereinen und in eine neue, unruhige Ordnung zu bringen.
Ihre Konzerte sind energetische Entladungen aus dem Spannungsfeld zwischen moderner Komposition und freier Improvisation, und hinter den Türen, die die Band öffnet, liegen neue, unvermessene Landschaften aus Minimal Music, Avant-Garde und elektronischen Einflüssen, versehen mit Anleihen aus Krautrock und der Direktheit von Punk. Das schlägt Wellen seit dem Debut „Holz“ von 2008, das Publikum klebt an der Wand, und Julian Cowley vom englischen WIRE vermutet hinter dem hellsichtigen Zusammenspiel der drei Schweizer telepathische Magie. Hier wird kein Konzept vertont, hier fliesst reine Musik, die ihren eigenen Willen besitzt.

Es scheint den drei Musikern nicht um die Verwaltung ihrer Egos, die optimale Vermarktbarkeit ihres Outputs oder das allgemeine Wohlbefinden ihrer Zuhörer*innen zu gehen, sondern um die Abschaffung von
Hierarchien. Die traditionellen Machtverhältnisse zwischen Schlagzeug, Bass und Gitarre werden bei
Schnellertollermeier konsequent aufgehoben. So übernimmt die Gitarre streckenweise die Rolle des
Schlagzeugs als melodisches, scharfkantiges Zentrum der Rhythmussektion, während das Schlagzeug selbst
einen scheinbar eigenen Plan verfolgt. Der Bass verschmilzt untrennbar mit den Frequenzen seiner Nachbarn, oder wird zum mehrstimmigen Hauptakteur, so dass man nicht mehr sagen kann, wo welches Instrument endet und wann welches beginnt. Soli gibt es keine, sondern eng verzahnte, hochenergetische Bögen voller Eskalationslust.
In ihren rauschhaftesten Momenten klingt die Band wie eine einzige grosse Drum-Machine, gebaut aus menschlichen Teilen, die das tun, was Computer eben nicht können: Risiko wagen, eine eigene Logik entwickeln, unerwartete Abzweigungen vorschlagen.
Diesen Weg haben die drei Schweizer über ihre vier bisherigen Alben konsequent beschritten, und sich mit ihrem genresprengenden Werk einen festen Platz auf den internationalen Festivalbühnen erspielt. Vom FIMAV Festival für aktuelle Musik in Victoriaville über den berühmten Avant-Garde Club SuperDeluxe in Tokio bis ans Haldern Pop Festival in Deutschland. Von Europa bis nach Japan, England, China, Kanada, USA, Indien, oder Russland, immer auf der Suche nach grösstmöglicher Intensität.


Ihr neues Album geht dabei nun noch einen Schritt weiter – und dieser führt überraschenderweise mitunter in die Stille. Auf „5“ ist mehr Raum, mehr Nähe, mehr Zeit für Dialog zwischen Musik und Zuhörer*innen. Die sieben Stücke zwischen abstrakter Tanzmusik und schwebenden, elektroakustischen Flächen sind leiser und zerbrechlicher als man es von Schnellertollermeier gewohnt ist. Aber die Welt ist auch eine andere gewordenseit den Vorgängeralben „X“ und „Rights“ aus den Jahren 2015 und 2017. Langjährige Rezepte neu zu suchen und alte Gewohnheiten zu hinterfragen, statt im Zorn dagegen anzurennen ist eine mögliche musikalische Antwort, die Schnellertollermeier auf die Fragen unserer Gegenwart anbieten.
Dahinter steht auch der unbedingte Wunsch der Band, trotz ihres hohen handwerklichen Könnens ihr Publikum nie zu manipulieren, keine fertigen Gefühle oder definitive Aussagen zu liefern, sondern ein Gespräch zu führen. Auf „5“ werden die Zuhörer*innen zum vierten Bandmitglied, Zuhören bedeutet hier Kollaborieren. Auch beim Aufnahmeprozess wurde nach grösstmöglicher Nähe gesucht. Gitarren und Bässe gingen direkt ins Mischpult, ohne Verstärker und Mikrofon dazwischen. Möglichst wenig Distanz zwischen der Band und den Zuhörer*innen. Und so befindet man sich sofort mittendrin in diesem System aus dichten Momenten, kreisenden Bewegungen und kathartischen Erlösungen.
„5“ klingt streckenweise, als könnte man jemandem beim Nachdenken zuhören. Vom zurückhaltend
pulsierenden Opener „209 Aphelion“, den feinnervigen Zuckungen von „Before and after“, den metaphysischen Sphärenverschiebungen von „Tectonics / A Sore Point“ bis zum majestätisch- nachdenklichen Schlusspunkt „Made Of Thin“. Ein Bogen voller kompositorischer Querverweise, Spiegelungen und Abgründe.
Zwischendurch blitzt sie wieder durch, die Gefahr aus den Vorgängeralben, gleichzeitig mitreissend und
reflektiert, zart und mächtig. Kontrolliert, aber nie berechnend. Schnellertollermeier reduzieren, bis nichts mehr trennt.

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