JAZZSZENE SCHWEIZ: HILDEGARD LERNT FLIEGEN

Do. 4. Februar 2010 · 21 Uhr · Café Wagner

Andreas Schaerer – Stimme, Human Beatbox, Komposition
Andreas Tschopp – Posaune
Matthias Wenger – Alto-, Sopranosaxophon, Flöte
Patrick Schnyder – Baritone-, Tenorsaxophon, Flöte
Marco Mueller – Kontrabass
Christoph Steiner – Schlagzeug, Glockenspiel

Die Band »Hildegard lernt fliegen« ist derzeit so ziemlich das Kreativste, was die Schweiz an kulturellem Export zu bieten hat. Das Sextett wurde im Sommer 2005 gegründet und spielt ausschließlich Eigenkompositionen von Bandleader Andreas Schaerer. Durch die ungewöhnliche Besetzung und den bewussten Verzicht auf ein Harmonieinstrument entsteht ein sehr eigenständiger Bandsound. Ob das dann Jazz ist oder Theatralik, Human Beat Box oder Noiseart, morbid polkaeske Ästhetik oder balladesk-kontrapunktische Kammermusik, Instrumentalakrobatik oder einfach nur ein Feuerwerk an Innovation, spielt dabei irgendwann keine Rolle mehr.

Nicht umsonst räumt die Band derzeit in der Schweiz alles ab, was es an Preisen zu gewinnen gibt – und hinterlässt hingerissene Jurymitglieder, denen die Kinnlade auf die Tischplatte klappt.

»Hildegard lernt fliegen« ist eine kleine musikalische Sensation!

Eine an Frank Zappas oder John Zorns Musik erinnernde, raffiniert gemischte Mixtur... sehr empfehlenswert, da ein wohltuendes Vademekum gegen Winterdepressionen! (Basellandschaftliche Zeitung)
Die Berner Band „Hildegard lernt fliegen“ schafft das Kunststück, den in Jazzkreisen traditionellerweise mit Skepsis goutierten Humor in packende Musik zu kleiden. (Berner Bund)

(Photo: Band-Info)

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JAZZSZENE SCHWEIZ: ERIKA STUCKYBUBBLES & BANGS

25. Februar 2009 · 20.00 Uhr · Volksbad-Jena


Erica Stucky – Stimme, Akkordeon, Percussion
Jon Sass – Tuba
Lucas Niggli –
Drums/Percussion

Hippie-Picknicks im Golden Gate Park von San Francisco, dazu spielen die Monkees, Donovan und Nancy Sinatra den blumigen Soundtrack. Dann kreist plötzlich die Münze im Talerbecken, Jodelchöre und Trachtengruppen ziehen durchs Bild, am Horizont die Walliser Gipfel. Viel ist über diese verrückte transatlantische Biographie berichtet worden, die ein junges Maidli von der Bay Area nach „Wallis Wonderland“ entführte. Wie Erika Stucky ihren Kindheits-Kulturschock an der Pariser C.I.M. Jazzschule gesangsbildend nicht nur therapierte, sondern transformierte, mit George Gruntz und Ray Anderson das Jazz-Parkett machtvoll bestieg. Und wie sie schließlich mit ihrem ureigenen Projekt „Bubbles & Bones“ amorph bis metamorph den interkontinentalen Spagat hinlegte.

Die staunende Presse beschrieb das mitunter so:
„Changierend zwischen Alpen-Girlie und Jazz-Lady – eher herzzereißend als seriös avantgardistisch. Serious fun“ (Rolling Stone).
„Vokale Aktionskunst zwischen Laurie Anderson, Meredith Monk und Tom Waits“, konnte Stereoplay ausmachen.
Und ganz nüchtern protokollierte die FAZ: „Es gibt nicht viele Vokalistinnen von der Art Erika Stuckys.“ Welch nobles Understatement. (Pressetext)

(Photo: Gina Folly)

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Konzerte des 16. JAZZFRÜHLING JENA 2010


Do | 18. März 2010 | 21 Uhr
Rosenkeller
MARIAHILFF

Lars Rudolph – Gesang, Trompete
Ole Wulfers – Mandoline, Säge, Gesang
Boris Joens – Mandoline, Gitarre, Gesang
Hermann Halb – Mandoline, Gitarre, Gesang
Ronald Gonko – Bass

Herzenbrechendes, knochenschüttelndes, eigenartiges Mandolinenorchester mit einem super Bass und diesem merkwürdigen Sänger mit seiner schönen Trompete. Das ist klare Popmusik, aber von ganz unten, aus dem Himmel, aus der Hölle. Vom Arsch und vom Mund. Nichts wie das gibt es auf der ganzen verdammten Welt.
Lars Rudolph ist Schauspieler – zu sehen in Filmen wie „Auf der anderen Seite“, „Luther“, „Die Unberührbare“, „Der Krieger und die Kaiserin“ – und Musiker – Bandprojekt „Ich schwitze nie“ mit Hanno Leichtmann und Nicholas Bussmann. (www.larsrudolph.de)
Die Musiker des Mandolinenorchesters betätigen sich in weiteren Projekten mit klangvollen Namen wie „Kapaikos“, „Party Diktator“, „Feedbackorchester“ oder „Synthesizerorchester“.

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Do | 25. März 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
SHOOT THE MOON

Wer hatte als Kind keine Mixkassetten? Meine waren aus dem Radio aufgenommen; das Kassettendeck auf „record“ gestellt und im Äther gesurft: 18 Takte Strauß-Walzer, ein halber Wetterbericht, ein 80er-Jahre-Popsong-Refrain,  kurzes Rauschen, Wortfetzen, bulgarische Volksmusik, dann sofort ein Dixieland-Solo.
20 Jahre später: Shoot the Moon.
Wir sind zu sechst:

Almut Schlichting – Saxofon, Komposition
Winnie Brückner – Gesang
Sabine Ercklentz – Trompete
Tobias Dettbarn – Bassklarinette
Sven Hinse – Kontrabass
Rudi Fischerlehner – Schlagzeug

Sängerin, drei Bläser, Rhythmusgruppe – Alle Songs und Texte erfunden von mir, von den anderen fünf auseinandergebaut, diskutiert, probiert, wieder zusammengepuzzelt. Das Resultat ist von allen gemeinsam geprägt. Der Bandsound ist offen, karg, dunkel, filigran oder verdichtet. Wir können klingen wie eine Indie-Rockband, wie eineJazzband oder wie eine staubige Hochzeitskapelle. Wir haben zu sechst orchestrale Kraft, können aber auch in fast kammermusikalische Duo- und Triobesetzungen zerfallen.
Der Bandsound ist offen, karg, dunkel, filigran oder verdichtet, das Resultat von allen gemeinsam geprägt. Shoot the Moon gibt es nun schon seit einigen Jahren. Es ist eine Berliner Band, die mittlerweile ein fester Bestandteil der deutschen Jazzszene geworden ist.
2006 erschien die Debut-CD „Treasure Island“ bei NRW Records im NRW-Vertrieb. Mit der gerade erschienenen, neuen CD „Glory and Decay“ ist Shoot the Moon jetzt bundesweit unterwegs.


„Almut Schlichtings Sextett mit dem schönen Namen Shoot the Moon läßt Tom-Waits-Polkas mit dem kontrollierten Irrsinn eines Ornette Coleman kollidieren; trunkene Walzer flirten mit beckenschiefem Blues, und Marvin Gaye ertrinkt in den Bugwellen eines postmodernen Piraten-Shantys.“ Berliner Morgenpost

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Di | 30. März 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
LA PROJECT

Fabian Fernandez (Los Angeles) – guitar
Ralph Grässler (Berlin) – bass
Marcus Horn (Erfurt) – drums

Das LA PROJECT fand seinen Ursprung in einer Recording Session im April 2009 in Los Angeles. Die beiden musikalischen Blutsbrüder Fabian Fernandez und Marcus Horn trafen nach 10 Jahren eigener Wege in den unterschiedlichsten Teilen der Welt, wieder aufeinander und nahmen 12 Stücke moderner Gitarrenmusik auf.
Der Jazzgitarrist Fabian Fernandez machte nach seinen Studien in England und Holland Station in Miami, Florida und spielte dort mit den Gypsy Kings, Miami Sound Machine und Felix Pastorius. Seit 2002 ist er ein gefragter Gitarrist der Los Angeles Studio und Konzertszene. Er spielte z.B. die Musik für die Spongebob Serie ein und arbeitet mit Größen wie Vinni Colaiuta und Greg Bisonette.
Der Berliner Bassist Ralph Grässler ist festes Mitglied der Berlin Voices und des Berlin Jazz Orchestra. Er spielt regelmäßig mit Jiggs Whigham, Manfred Krug, Uschi Brüning und Ernst Ludwig Petrowski und arbeitet mit unzähligen Künstlern der deutschen und internationalen Jazzszene.
Die rhythmische Basis mit solistischen Ausflügen übernimmt der Schlagzeuger Marcus Horn. Er ist ein hochgeschätzer Musiker der Thüringer Szene. Internationale Künstler wie Laura Simo, Ester Ambrosino, Tom Nokling aber auch Stars aus dem Showbiz nehmen seine trommelnden Dienste regel­mäßig in Anspruch. Auch als Solokünstler und Pädagoge schuf er sich einen Namen.

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Mi | 31. März 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
Kooperationskonzert mit Jenakultur – Pianospezial
YARON HERMAN (F)

Seit dem Erfolg seines ersten Soloalbums „Variations“ und seiner Nominierung für den wichtigen „Talent Jazz ADAMI 2007“ Award gilt Yaron Herman als einer der beeindruckendsten Pianisten der neuen Generation. Ein „Wunderkind des Jazz-Pianos“ (Elle, Libération), das durch seine leidenschaftliche Energie und durch die Tiefe und Substanz seines Klavierspiels beeindruckt und der mit seiner außerordentlichen Originalität begeistert. Als 16-jähriger beginnt der auffallend begabte Junge in Israel mit dem Klavierstudium. Wenige Jahre später zieht Yaron nach Paris wo er sich in der französischen Jazzszene sehr schnell einen Namen macht. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, er wird vom Publikum und den größten Jazzkritikern gefeiert, und „Le Monde“ prognostiziert, „Yaron Herman wird schon bald in die Geschichte des Jazz eingehen“.
Im Laufe des Jahres 2009 hat Yaron Konzerte im Théâtre des Champs Elysées in Paris, in China, in der Sumida Triphony Konzerthalle in Tokyo und auf vielen renommierten Venues/ Festivals in Europa und USA gegeben. Auch in Deutschland weckt Yaron Herman immer mehr Interesse. So wurde er bereits zum zweiten Mal in Folge als Showcase Künstler für die Jazzahead 2009 ausgewählt und hat dieses Jahr schon auf einigen der wichtigsten Jazz Festivals wie z.B. Palatia Jazz, Jazztage Dresden oder das Jazzfest Berlin gespielt! Seine beeindruckende, weltweite Konzert-Agenda (über 120 Konzerte in 30 verschiedenen Ländern), seine wachsende Popularität und seine bemerkenswerte Karriere bis heute bestätigen die Tatsache, dass es sich bei Yaron Herman um ein Phänomen handelt, das in der Geschichte des Klavierspiels einzigartig ist!

Mit Unterstützung des

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Do | 8. April 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
KLIMA KALIMA

Kalle Kalima – Gitarre
Oliver Potratz – Bass
Olli Steidle – Drums

Kalle Kalima ist zweifellos einer der umtriebigsten der Berliner Szene, mischt hier mit schrägen Projekten wie „U.N.K.L.“ oder „Momentum Impakto“ den Bereich der improvisierten Musik auf und scheint immer auf dem Sprung zu sein, unterwegs zum nächsten Gig, zum nächsten ideengeladenen Projekt.
Im Februar 2008 gewann KLIMA KALIMA den „Neuen Deutschen Jazzpreis“ in Mannheim.
Stellen Sie sich vor: Kaurismäki drehte einen Film über einen finnischen Elch, der sich in Berlin Mitte verirrt. Das noch als Geheimtip gefeierte Berliner Jazzgitarrentrio Klima Kalima spielt die Filmmusik dazu. Die Jungs kommen jetzt mit ihrer neuen CD „Chasing Yellow“ groß raus. Ihre erste CD „Helsinki on my mind“ erschien 2004.

„Eine kammermusikalische CD für mitdenkende Hörer, die vor allem auf dialogisch–spielerische Improvisation Wert legen“ (Frithjof Strauß, Jazzpodium 12/04).
„… melodisch überraschend und erfreulich unakademisch. Geht durchaus als Geheimtipp durch.“ (Ralf Dombrowski, Jazz thing Nr. 56.)

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Di | 13. April 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
mundo4

Joana Espadinha – vocal
Christian Pabst – piano
Joao Hasselberg – doublebass
Henning Luther – drums

Das Portugiesisch-Deutsche Quartett um die Sängerin Joana Espadinha spielt brasilianische Musik. Die vier jungen Musiker verbindet, neben dem Wohnort Amsterdam, die Leidenschaft für die Melodien und treibenden Rhythmen der großen Musiker Brasiliens.

Die Band hat sich zum Ziel gesetzt eine eigene musikalische Perspektive auf die farbenfrohe brasilianische Musik zu entwickeln. mundo4 besteht weiterhin aus Christian Pabst (piano), Joao Hasselberg (doublebass) und Henning Luther (drums). Bei Auftritten pflegen die Musiker einerseits eine musikalische Tradition, andererseits experimentieren sie spontan, ohne aber den authentischen „Beat“ zu verlieren.  Jeder einzelne Musiker bekommt die Möglichkeit sich solistisch auszudrücken.

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Di | 20. April 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
KEN VANDERMARK & PAAL NILSSEN-LOVE (USA, N)

Ken Vandermark – tenor & baritone saxophone, clarinet
Paal Nilssen-Love – drums

Bei diesem Konzert werden sich viele musikalische Elemente treffen. Nicht nur aus dem Jazzbereich sondern auch aus der Rock- und zeitgenössischen Musik. Die große amerikanische Tradition Free Improvisation mit dem Meister Sun Ra im Vordergrund ist für Vandermark und Nilssen-Love genauso wichtig wie die musikalische Aura der Werke von Anton Webern, John Cage, Helmut Lachenmann oder elektronische Musik, die auf die Grenzen von E- und U-Musik trifft.
Ken Vandermark erhielt im Jahr 1999 den mit 100.000 Dollar dotierten „McArthur Genius Grant“, die höchstdotierte Auszeichnung, die ein Jazzmusiker weltweit erhalten kann. Mit diesem Preis, der über fünf Jahre verteilt ausgezahlt wird, wurden bisher Größen wie Max Roach, Steve Lacy oder Ornette Coleman ausgezeichnet. Für Vandermark bedeutete es die Befreiung von finanziellen Zwängen und die Möglichkeit seinen künstlerischen Neigungen bestmöglich nachgehen zu können.
Paal Nilssen-Love begann seine Musikerkarriere in einem Jazzclub in Stavanger, der von seinen Eltern betrieben wurde. Er studierte in der Abteilung für Jazzstudien an der Universität von Trondheim. Seit den 1990er Jahren ist er in der norwegischen Avantgarde Jazzszene aktiv. 1993 gründete er eine erste eigene Formation, das Quartett Element, und arbeitete außerdem mit Iain Ballamy und Chris Potter. Er zog 1996 nach Oslo und war um 1998/99 Mitglied in den Bands von Trygve Seim, Frode Gjerstad und Bugge Wesseltoft. 2000 spielte er im Trio mit Mats Gustafsson und Ingebrigt Håker Flaten; außerdem gehörte er dem Trio von Håkon Kornstad an. Weiterhin spielte Nilssen-Love in den Bands Atomic (mit Fredrik Ljungkvist und Magnus Broo), School Days, The Thing, dem Sten Sandell Trio, dem Scorch Trio und verschiedenen Duo- Projekten mit Ken Vandermark, John Butcher, dem Organisten Henrik Asheim, Lasse Marhaug und Peter Brötzmanns Chicago Tentet.

Chicagos Ken Vandermark trifft sich mit dem Wunderdrummer Paal Nilssen-Love zur Improvisation zwischen Geräusch und purer Schönheit. Irrwitzig, rau, energetisch, neugierig, abenteuerlustig und riskant. Intro

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Do | 22. April 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
Kooperationskonzert mit Jenakultur
PORTICO QUARTET

Jack Wyllie – soprano, tenor saxophones and electronics
Milo Fitzpatrick – double bass
Duncan Bellamy – drums,
Nick Mulvey – hang and percussion

Ist Brit Jazz das nächste große Ding? Oder vielleicht sogar das aktuelle große Ding? Auf jeden Fall wird diese junge Band aus London in Kürze eine der angesagtesten neuen Jazz Bands sein. Portico Quartet besteht aus vier Jungs aus Süd-London, deren Album „Knee Deep in the North Sea“ 2008 auf der Shortlist des Mercury Prize stand. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Debüt des Portico Quartet von der Preis-Jury zu den zwölf besten britischen Alben des Jahrgangs 2007/08 gezählt wurde. Auch die passende Schublade scheint schon gefunden – „Indie-Band, die Post-Jazz spielt“.

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Di | 27. April 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
FAVO-DUO Volker Schlott & Falk Breitkreuz

Falk Breitkreuz – bass clarinet
Volker Schlott – soprano saxophone

Die kleinste groovende Kapelle der Welt entstammt den FUN HORNS. Prädikat: groovig, sentimental, leicht verständlich, optimaler Sound, akustisch, authentisch, auf höchstem Niveau unterhaltend, crossover, klassisch, jazzig … mit Musik von Piazolla, Puccini, Beatles, P. Metheney, V. Schlott u. F. Breitkreuz.

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Fr | 30. April 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
Kooperationskonzert mit Jenakultur – Pianospezial
SZENE SCHWEIZ: COLLIN VALLON TRIO

Colin Vallon – piano
Pat Moret – bass
Samuel Rohrer – drums

Die Musik des 27-jährigen Colin Vallon gehört zum Bemerkenswertesten und Spannendsten, was der Schweizer Jazz zu bieten hat. Der Musiker aus Yverdon hat alles, was ein überdurchschnittlicher Pianist braucht: brillante Technik, Sinn für perfektes Timing, persönliche Ausdrucksweise. Wo die meis­ten Jazzpianisten bereits am Ende ihres Lateins angekommen sind, da fängt Colin Vallon erst richtig an. Er jongliert nicht nur mit Melodien und Harmonien, sondern integriert auch eine Vielzahl präparierter Klänge in sein Spiel.
Zusammen mit Bassist Patrice Moret und Drummer Samuel Rohrer entwickelt er eine spannende Multi-Stilistik, die auf dem modernen Jazz gründet, von da aus aber in alle möglichen Richtun­gen schreitet. Die dramaturgisch großartigen Kompositionen lebt das Trio in sensiblem Interplay aus. Mutig und intelligent zugleich. Eine magische Combo.
Aktuelle CD: «Ailleurs» (2007, HatHut Records)

Ein Trio, das von Brad Mehldau die Poesie und von Esbjörn Svensson die Dynamik entliehen hat. (Die Zeit)

Mit Unterstützung der

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Di | 4. Mai 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
SZENE SCHWEIZ: KEROUAC trifft Greg Osby & Philipp Schaufelberger

Greg Osby – alto saxophone
Michael Jaeger – tenor saxophones
Philipp Schaufelberger – guitar
Vincent Membrez – piano
Luca Sisera – bass
Norbert Pfammatter – drums

Kerouac ist das innovative, eigenständige Quartett um den Zürcher Tenorsaxophonisten Michael Jaeger, das sich seit seinem starken Debüt „Erfindungen“ in der Schweiz und dem nahen Ausland einen Namen gemacht hat. Konsequent suchen die vier Schweizer Musiker seit einigen Jahren nach neuem und authentischem Jazz, in dessen Zentrum das improvisierende Kollektiv steht. Die Synergien entstehen zwischen den jungen und herausfordernden Musikern Michael Jaeger, Vincent Membrez und Luca Sisera sowie dem renommierten Walliser Schlagzeuger Norbert Pfammatter.
Dass der Amerikanische Altsaxophonist Greg Osby mit der „Working Band“ Kerouac zusammenarbeitet, zeigt eine gemein­same Vision für den modernen Jazz: Komplexität und Einfachheit, Kompromisslosigkeit und Freiheit; Stille und Chaos sind hier keine Gegensätze, sondern bedingen sich gegenseitig.
Neben Noten liest das Ensemble auch von kleinen Uhren diri­gierte Zeitpartituren von Jaeger, welche das Geschehen organisieren. Die Musik von Kerouac mit den Gästen Greg Osby und Philipp Schaufelberger beinhaltet gebundene und ungebundene Musik, gleichwertig nebeneinander und ineinander verknüpft.

„Es war eine Bandsprache von bemerkenswerter Konsistenz zu vernehmen, die über weite Strecken kollektiv gebaut ist, mehr vom Wir- als vom Ich-Gefühl kündet. (...) Das Packende an seinem Ensemble ist gerade, dass hinter einer sich vordergründig frei entfaltenden Musik sehr viel Strukturbewusstein steht.“
Tages Anzeiger, zum Konzert am Unerhoert Festival Nov. 2007

Mit Unterstützung der

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Do | 6. Mai 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
LUCA DONINI QUARTET – Hochenergetische Jazz aus Italien

Luca Donini – Saxofone
Mario Marcassa – Kontrabass, E-Bass
David Cremoni – E-Gitarre, Akkustikgitarre
Emilio Pizzocoli – Schlagzeug

2004 gastierte zum ersten Mal das Luca Donini Quartett in Jena und überzeugte das Publikum mit ihrer faszinierenden Spielweise. Das Quartett spielt eine sehr abwechslungsreiche Musik von Ethno, Blues, Fusion, Funk bis modernen Jazz, mit spanischen, orientalischen und afromaurischen Einflüssen.
In Italien zählt das Luca Donini Quartett zu den besten und originellsten Gruppen im Bereich Ethno-Jazz.

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Di | 11. Mai 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
SZENE SCHWEIZ: DER WAWAWA

Benedikt Reising – sax
Marco Müller – bass
Rico Baumann – drums

Sein Debüt hatte Der Wawawa in einer hochfrequentierten Berner Altstadtwohnung, als er an der Geburtstagsfeier der Isländischen Tänzerin Hildur Ottarsdottir zum Tanz aufspielte. Die Liste der Bühnen ist lang und bunt: Jazzclubs, Waldlichtungen, Fabrikhallen, Wohnzimmer.
Würden weidende Kühe Mp3-Player verwenden, wäre der Wawawa wohl ganz oben auf ihrer Playlist, akustisch und holzig bringen Benedikt Reising, Marco Müller und Rico Baumann den Groove eines warmen Heubodens in die Welt.
Rollend und knisternd liefern sie den Soundtrack zur Straßen­bahnfahrt durch die winterliche Großstadt. Transparent und luftig vertonen sie die Fahrt in ihrem Volvo-Cabrio, mit dem sie auf Tour sind. Der Wawawa ist nicht einfach eine Band sondern vielmehr eine Kugel mit drei Beinen, die durch die Welt tanzt.
Keine Absicht war, dass ein junges Mädchen nach einem Konzert sagte, von nun an könne sie nie wieder etwas anderes hören, aber das passiert eben, sogar in Jazzclubs.

Mit Unterstützung der

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Do | 27. Mai 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
Empfehlung – Pianospezial »PIANO & FORTE«
TINGVALL TRIO

Martin Tingvall – piano, comp.
Omar Rodriguez Calvo – double bass
Jürgen Spiegel – drums

Das Tingvall Trio gehört zu den ganz wenigen jungen Deutschen Jazz-Acts, die sich innerhalb kurzer Zeit auf die vorderen Ränge ihres Genres vorgearbeitet haben. Die Live-Konzerte gerieten zu umjubelten Highlights der letzten Konzertsaison und das Unternehmen „TT“ bekam auch international eine neue Dimen­sion. Neben erfolgreichen Konzerten in Deutschland konnte das Trio auch in Skandinavien, Österreich, Polen und Benelux weitere Fans gewinnen, in Japan war die Auflage von audiophilen Vinylausgaben Gradmesser ihrer Popularität.
Mittlerweile ist das Tingvall Trio zu einem der führenden euro­päischen Piano-Trios herangereift: rein akustisch mit einem song-orientierten Repertoire, welches die Musik so eigenstän­dig macht. Genau diese Eingängigkeit ist bei den Fans mittlerweile zu einem Markenzeichen geraten, welches Hörerschichten weit über den Jazz hinaus erschlossen hat. Der ganz eigene Tingvall Trio Sound speist sich dabei aus den dynamischen Energieströmen in Rhythmus und Groove, die mit fast schon populären Melodie – Miniaturen gepaart werden und dem teilweise „klassischen“ Aufbau der Stücke, der durch Parts der Impro­visationen immer wieder auf spielerische Weise aufgelöst wird.
Das bislang letzte Album „VATTENSAGA“ erzählt Geschichten rund um das wichtigste Grundelement Wasser. Seine Kraft, sein Zauber und seine Magie bestimmen die fast filmisch angelegten Kompositionen.

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Di/Mi | 8./9. Juni 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
DU BIST HEUTE WIE NEU
Songs von Manfred KRUG & Günther FISCHER
Soul, Funk & Jazz aus der DDR

Nachdem zuletzt die „Leichenoper“ und „Schillers Räuber – Rap’n Breakdance Opera“ als erfolgreiche Großproduktionen der Musik- und Kunstschule Jena und JenaKultur zu erleben waren, können Sie sich nun auf ein neues, spannendes Projekt freuen.
Die die Hits von Manfred Krug
und Günther Fischer werden in neuem Glaz erstrahlen. Fast 40 Jahre nach ihrer Veröffentlichung haben die Titel, die sich stilistisch zwischen Soul, Funk und Jazz bewegen, nichts von ihrer Lebendigkeit und ihrem Charme verloren.
Der Schauspieler Manfred Krug (u.a. Spur der Steine, Liebling Kreuzberg, Tatort) war in der DDR auch als Sänger sehr bekannt. Anfang der siebziger Jahre produzierte er mit Günther Fischer, einem der profiliertesten deutschen Komponisten für Unterhaltungs- und Filmmusik der letzten Jahrzehnte (u.a. Solo Sunny, Einer trage des anderen Last, Der letzte Zeuge) vier berühmt gewordene LPs. Diese waren allesamt schnell vergriffene Bückware und werden von Kritikern bis heute zu den besten deutschsprachigen Platten gezählt. Fischer komponierte zeitlose Songs, inspiriert von großen Vorbildern wie Marvin
Gaye und Stevie Wonder. Krug selbst schrieb die Texte und sang sie mit mehr als einem Augenzwinkern.
Zum ersten Mal überhaupt werden die reich instrumentierten Stücke nun in voller Besetzung live gespielt. Mehr als 25 Musiker der Musik- und Kunstschule Jena, darunter Mitglieder der Blue Beans Big Band (Foto), sind daran beteiligt. Das Ensemble aus Bläsern, Streichern, erweiterter Rhythmusgruppe, Backgroundsängerinnen und Solostimme hat dazu die originalen Arrangements der Studioaufnahmen vom Komponisten Günther Fischer erhalten. Er selbst ist von dem Projekt begeistert und plant seinen Besuch zur Premiere.
Ambitionierte junge Musiker und unvergessen gute Songs sind die Garanten für ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Seien Sie dabei!

Gesangssolist: Maximilian Wilhelm
Musikalische Leitung: Klaus Wegener und Kay Kalytta

Produktionsleitung: Ivo Lange

Ein Projekt der Musik- und Kunstschule Jena




JAZZMEILE THÜRINGEN 2010 in Jena


Do | 23. September 2010 | 21 Uhr
Studentenclub Rosenkeller
DIE ANARCHISTISCHE ABENDUNTERHALTUNG – DAAU

Das Quartett aus Antwerpen versetzt so manchen Konzertgänger in Ekstase. Die klassisch ausgebildeten Musiker von DAAU verstehen es, eine impulsive Mischung aus Klezmer, Post-Rock, Jazz und Weltmusik in einen ganz eigenen Kosmos zu entführen. Nach mittlerweile 5 Studioalben erwarten wir mit Spannung ihr 6. Werk, welches im Sommer 2010 fertig sein soll. Seit Jahren betouren sie die Bühnen dieser Welt: Auftritte u.a. bei Folklore-, Jazzfestivals (u.a. 2x Montreux Jazz Festival, Texaco Jazz Festival NYC, TFF Rudolstadt) oder Rockfestivals (Haldern Pop, Roskilde), Toursupport für Björk, dEUS oder Tortoise beweisen, dass DAAU ein veritabler Bühnenknüller sind. Wer sie bereits live gesehen hat, wird das lebhaft bezeugen.





Do | 7. Oktober 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
PETER VAN HUFFEL QUARTET

Peter Van Huffel – as, comp

Jesse Stacken – p
Miles Perkin – b
Samuel Rohrer – dr


Das Peter Van Huffel Quartet ist die neueste Gruppe des aus Kanada stammenden Saxophonisten. In diesem international besetzten Projekt bringt Van Huffel Musiker unterschiedlichster Herkunft zusammen und formuliert mit ihnen das „traditional jazz quartet“ auf innovative Weise neu. Van Huffel wirkt überaus aktiv und effizient in der New Yorker und ebenso in der europäischen Jazzszene. Die Musikkritiker sind voll des Lobes über seine vielschichtigen Aktivitäten und Jim Mac Nie nennt Huffels letzte CD „one of the more memorable fresh sounds discs in a while“.




Di. | 12. Oktober 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
CHRISTINE CLEMENT – To Catch a Crab
VIVE LE JAZZ meets Jazzmeile Thüringen Jena

Christine Clément – voc, g, flh, electronics
Pascal Gully – dr, perc, voc





Di. | 19. Oktober 2010 | 20 Uhr
kurz&klein Kunstbühne
TSCHECHISCHE und DEFA Animationsfilme – Musik LU:V
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Animationsfilm

LU:V

Johannes Moritz – sax, electronics
Timo Klöckner – g, electronics
Philipp Rohmer – b


Was haben tschechische und DEFA-Märchen-Animationsfilme gemeinsam? Sie sind außerordentlich phantasieanregend, humorvoll und sowohl filmästhetisch als auch handwerklich brillant gemacht. Klar, dass es improvisierende Musiker danach drängt, dazu Musik zu erfinden – live und vor laufendem Film.
LU:V formierte sich im November 2005 in Leipzig und spielt eigene Kompositionen, die durch farbenreiche Klänge und Melodien stimmungsgeladene Bilder entstehen lassen. Inspiriert von Electronic, skandinavischen Sounds und Kammermusik wird minimalistisch bis ekstatisch improvisiert und mit Sounds und Samples experimentiert. Intensive Klangästhetik trifft auf Noise, feinsinnige Akustik auf lebendige Elektronik und erschafft vielfältige Klangräume, die Musik lebt und atmet durch ein intensives Zusammenspiel.




Do | 21. Oktober 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
OIRTRIO-GRATKOWSKI-GRAMSS-NAKATANI

Frank Gratkowski – sax
Tatsuya Nakatani – perc, gongs
Sebastian Gramss – db


In diesem Trio trifft der großartige japanische Percussionist Tatsuya Nakatani (JP/USA) auf zwei bekannte Vertreter der Kölner Szene: Frank Gratkowski und Sebastian Gramss.
Drei meisterhafte Könner der Improvisationskunst, deren musikalische Weltanschauung weit über das gemeinhin bekannte Terrain hinausreicht, die sich nicht scheuen ihre Instrumente auf und in ungewöhnlicher Weise zu spielen und zu bearbeiten.
Konzentriertes Zusammenspiel erschafft äußerst feinsinnige Klangbilder.




Sa | 23. Oktober 2010 | 20 Uhr
Volksbad
PROJEKT 30 PLUS – BLICK ZURÜCK NACH VORN – 30 Jahre Jazz im Paradies
KLAUS LENZ BIGBAND – Klaus Lenz Modern Jazz Big Band
... It‘s real jazz ... from ‘65 to ‘77
in Kooperation mit Jazzin´Wurzen, der privaten Initiative Wurzen e.V.

Vorband: LANDESJUGEND BIGBAND THÜRINGEN – Leitung Georg Maus

KLAUS LENZ BIGBAND – Besetzung:
Hugo Read – as/fl | Ernst Ludwig Petrowsky – as | Konrad Körner – ts | Helmut Forsthoff – ts | Karola Elßner – bs | Ralf Zickerick – tb | Stefan Bohm – tb | Hermann Anders – tb, comp, arr | Thomas Richter – tb | Ferry Grott – tp, fh | Gregor Gross – tp, fh | Christian Mayers – tp | Benny Brown – solo-tp | Wolfgang Fiedler – keyb | Jarek Smietana – g | Peter Inagawa – b | Tobias Backhaus – dr | Uschi Brüning – voc | Hans Klemm – voc | Klaus Lenz – fh, comp, arr, leader

Klaus Lenz war in den 60er und 70er Jahren einer der herausragendsten Jazz-Musiker, Bandleader und Komponisten der DDR. Von 1963 – 1965 vereinte er in seiner noch heute gerühmten Klaus Lenz Big Band in wechselnden Besetzungen Manfred Krug, Uschi Brüning, Reinhard Lakomy, Günther Fischer, Henning Protzmann, Günter Baby Sommer, Ulrich Gumpert, Ernst Ludwig Petrowsky und viele andere namhafte Jazzmusiker, die zum Teil bei ihm das musikalische Handwerk erlernten. Zeugnis dieser einzigartigen Formationen in der Geschichte des DDR-Jazzes sind die bei Amiga produzierten LP‘s „Manfred Krug und die Modern Jazz Big Band 65" und „Modern Jazz Big Band 65". Nach seiner Ausreise in die BRD 1977 kehrte er der professionellen Musik den Rücken und restaurierte Fachwerkhäuser. Anlässlich seines 70. Geburtstages kommt er nun zurück auf die Jazzbühne und spielt mit Weggefährten von einst und Musikern, die dem großen Klaus Lenz ihren Tribut zollen.




So | 24. Oktober 2010 | 10 Uhr
Best Western Hotel
MARCUS HORN TRIO

Volker Braun – p
Andreas Buchmann – b
Marcus Horn – dr


Marcus Horn, Bandgründer und Namensgeber, studierte Schlagzeug am College of Music Leeds in England und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Neben weiteren Privatstudien bei u.a. Joe Porcaro und Peter Erskine spielte er mit zahlreichen deutschen und internationalen Künstlern. Als Schlagzeugpädagoge gründete er mit der „MusicArtSchool – Musikschule für Rock/Pop/Jazz Erfurt“ eine musikalische Nachwuchsschmiede Thüringens.




Do | 28. Oktober 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
OVALE
VIVE LE JAZZ meets Jazzmeile Thüringen

Pierre Michel – ss, bar

Jean-Louis Marchand – cl, bcl
Jean Lucas – tb
Pascal Gully – perc, dr
Vincent Posty – b

Ovale wurde in Strasbourg 2001 als Quintett gegründet. Der Kern der Gruppe ist das Trio Pierre Michel, Vincent Posty und Pascal Gully. Für die Kompositionen sind Pierre Michel und Vincent Posty verantwortlich. Seit 2008 spielen Jean Lucas und Jean-Louis Marchand mit der Gruppe.
Die Musik von Ovale verbindet Jazz, improvisierte Musik, Rock und Neue Musik. Als Musikwissenschaftler beschäftigt sich Pierre Michel an der Universität Straßburg seit längerem mit „Zeitgenössischer Musik“ (Bücher und Artikeln über György Ligeti, Luciano Berio, Bernd Alois Zimmermann, Luigi Dallapiccola, Fausto Romitelli, usw). Diese Erfahrungen flossen auch schon in eine frühere Bearbeitung von Arnold Schönbergs Variationen für Orchester ein, die er für Ovale geschrieben hat.
Auch für die aktuelle Formation bezieht er sich auch auf Schönbergs Zwölftonreihen in
Dodécaféiné. Neue (elektronische) Klänge finden in Calme plat oder Biscouette Trio Verwendung. Die Improvisation ist stets genauso wichtig wie die „geschriebenen Momente“. Mit den verschiedenen musikalischen Erfahrungen der fünf Musiker kann die Gruppe Ovale auch im Konzert immer neue Facetten ihrer Musik präsentieren.




Fr | 29. Oktober 10 | 20 Uhr
Volksbad Jena
JOSEFINE CRONHOLM & BAND

Josefine Cronholm – voc

Gustaf Ljunggren – g
Jonas Berg – p, keys
Gunnar Halle – tp
Thommy Andersson – b
Bent Clausen – dr, vb


Die schwedische Sängerin Josefine Cronholm, die in Kopenhagen Gesang studierte und dort auch lebt, ist längere Zeit in den Bands von Django Bates und von Marilyn Mazur unterwegs gewesen und hat in Dänemark und Schweden mehrere Jazz-Awards gewonnen. Mit dem Album „Songs of the Falling Feather” kehrt sie dem Jazz ein bisschen den Rücken zu und nähert sich dem Indie-Pop und Singer-Songwriting an. Wer Rebekka Bakken oder Joni Mitchell mag, für den könnte Josefine Cronholm eine wunderbare Entdeckung sein. (ACT/Vertrieb: Edel/Rottensteiner)





Di | 2. November 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
DUBUIS · BLASER · GALATI – Jazzszene Schweiz

Luigi Galati – dr

Samuel Blaser – tb
Lucien Dubuis – bcl

Wieder so eine Band, deren Musik sich nur schwer beschreiben lässt. Warum auch, die Qualität der beteiligten Musiker steht außer Frage, und Klischees helfen nicht viel weiter.
Eine alternative Schweizer Blaskapelle mit dem Hang zur Selbstironie. Garantiert ein grandioses Liveerlebnis!
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Mi | 3. November 2010 | 20 Uhr
kurz&klein Kunstbühne
FRIEDER W. BERGNER – Jazz unter Ulbricht und Honecker
Mein musikalisches Leben in der DDR – eine Lesung mit Musik

Der „Chef“ stand hinter dem Harmonium und schlug mit seinem Dirigentenstöckchen auf einen Notenstapel. „Was ist eine Tonleiter?“ Klatsch! Vor dem nächsten Klatsch mußte einer von uns antworten „Eine Tonleiter ist eine Aneinanderreihung von Tönen, die stufenweise aufwärts schreiten. Der erste und der achte Ton sind gleich.“ Nur wenn diese Definition wörtlich und in einem Atem heruntergerasselt wurde, war die Frage zufriedenstellend beantwortet. Noch heute, ein halbes Jahrhundert später habe ich die meisten dieser musikalischen "Kernsätze" jederzeit abrufbar im Gedächtnis.
„Wo sind wir denn hier hineingeraten? Spielen wir als Vorband zu den Rolling Stones oder was?“ Wir standen – 20 klitzekleine Menschlein – in einer riesigen Sporthalle irgendwo in einer der nicht endenden Vorstädte von Leningrad und konnten es nicht fassen. 1500 Zuschauer passten hier hinein. Die Halle war so riesig, daß man Wolken von Großstadtsmog im Scheinwerferlicht unter der Decke wabern sah.
Ogromny, dieses russische Wort für gigantisch, gewaltig, sollte in den nächsten Wochen für uns das Unwort der Tournee werden.




Fr | 5. November 2010 | 20 Uhr
Volksbad
RANDI TYTINGVAAG & BAND

Randi Tytingvåg – voc

Anders Aarum – p
Espen Leite – acc
Magne Thormodsaeter – cb
Ivar Thormodsaeter – dr, perc

Jazz, Tango, Songwriting, Kammermusik, Chanson und Folk. In diesem bunten Stilgemisch fühlt sich die norwegische Sängerin und Songschreiberin Randi Tytingvaag wohl, denn "wenn ich eines nicht bin, dann eine traditionelle Jazzerin. Ich bin eine Mixerin. Mich faszinieren zum Beispiel so entlegene, alte Stile wie der hawaiianische Gesang." Mit unbändiger Experimentierfreude vertont die Musikerin ihre Geschichten des Alltags, die sie mit facettenreicher Stimme in Szene setzt.
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Di | 9. November 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
MAGNUS FRA GAARDEN – Bionade statt Cola …

Magnus Bak – tp

Henrik Melbye – sax
Lars Bech Pilgaard – g
Rune Jakobsen – b
Casper Mikkelsen – dr

Magnus Fra Gaarden – ins deutsche übersetzt: Magnus vom Bauernhof – verkörpern die Jazz-Generation von heute. Eine, die erst gar nicht angefangen hat, in Genres zu denken und Musik als weites Feld sieht, das es zu bestellen gilt. Da ist sie zum Beispiel, die Parallele zum Bauernhof. Natürlich unterliegt die Feldbestellung gewissen Rahmenbedingungen. Genau wie die Musik. Diesen Bedingungen kann man mit völlig unterschiedlichen Haltungen begegnen.
Punk ist eine davon. Charakteristisch für Punk sind provozierendes Aussehen, rebellische Haltungen und nonkonformistisches Verhalten. Für Magnus Fra Gaarden ist Punk keine Jugendmode und keine sich in purem Anti erschöpfende Haltung. Für sie ist Punk die kulturelle Idee, die immer wieder Impulse und eigene Ausdrucksformen hervorbringt. Und Punk ist laut. Das denken sich die Herren von Magnus Fra Gaarden nicht nur, das praktizieren sie auch. Magnus Fra Gaarden faszinieren mit einer komplexen Melange aus Balkanfolk, Punkrock und arabischer Musik.
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Do | 11. November 2010 | 20 Uhr
Café Wagner
TAGESNOTIZEN – InnenAUSSENSICHTEN
20 Jahre friedliche Revolution in Jena – Begegnungen in Jazz Jena

MCH BAND – LESUNG: UTZ RACHOWSKI

Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung, der Stiftung Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, Jenakultur und des Thüringer Finanzministeriums

Eigentlich scheint zum Thema 20 Jahre friedliche Revolution schon alles gesagt bzw. geschrieben zu sein.
Wozu also noch das Projekt – TAGESNOTIZEN – InnenAUSSENSICHTEN? Einerseits wollen wir Genregrenzen übertreten; anderseits sollen tschechische Musiker ihre Sicht der Dinge einbringen.

MCH sind die Initialen von Mikoláš Chadima. Chadima – nonkonformer Musiker, Komponist, Texter und Publizist – gründete die MCH Band und gilt als einer der „Väter“ der eng mit der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung verbundenen alternativen Musikszene.
Obwohl ihm als Unterzeichner der Charta 77 von 1981 bis 1989 im eigenen Land sämtliche Auftritte und Publikationen verboten waren, gab er mit MCH konspirative Konzerte und veröffentlichte im Untergrund.

TAGESNOTIZEN ist der Titel eines Gedichtbandes, den Jürgen Fuchs – wie Wolf Biermann ein kompromissloser Kritiker des DDR-Staates – 1979 nach seiner Ausweisung in West-Berlin veröffentlichte. Fuchs hielt nicht nur Verbindung zur unabhängigen Friedens- und Bürgerbewegung in der DDR, sondern auch zur polnischen Solidarność und zur tschechischen Charta 77. So kam er in Kontakt mit Mikoláš Chadima, der in ihm einen Seelenverwandten sah.
Die MCH Band kommt mit vertonten Gedichten von Jürgen Fuchs und ihrem Album „Tagesnotizen“ nach Jena.

Utz Rachowski, geb.1954.
Mit 17 Relegation von der Oberschule wegen Gründung eines Philosophieclubs. Bahnhofsarbeiter. Elektromonteur. Grundwehrdienst. Abitur. Kurzes Medizinstudium in Leipzig, dann Heizer.1979 Verhaftung und Verurteilung zu 27 Monaten Gefängnis wegen fünf Gedichten und der Verbreitung verbotener Literatur (Biermann, Fuchs, Kunze, Pannach). Klient von amnesty international. Ausbürgerung im November 1980. Bis 1992 in Westberlin und Göttingen. Studium der Kunstgeschichte u. Philosophie. Rückkehr ins Vogtland 1992. Freier Autor mit Nebenberufen. Bücher u.a.: „Namenlose“ (1993), „Red‘ mir nicht von Minnigerode“ (2007), „Meine Sommer, meine Winter und das andere“ (Hörbuch, 2007). 2007 Reiner-Kunze-Preis. Mitglied des deutschen Exil-P.E.N.





Do | 18. November 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
LORENZ RAAB TRIO – BLEU

Lorenz Raab – tp, flh

Ali Angerer – tu
Rainer Deixler – dr, perc


„Dies ist eine großartige Zeit für die Trompete“, konstatierte Dave Douglas. Als einer der Besten seines Fachs weiß er genau, wovon er spricht. Im Windschatten von Chet Baker und Miles Davis wird ein Instrument neu positioniert, das dem humanen Gesang am nächsten ist. In voller Breitseite zwischen spitzen Attacken und schwelgerischer Melancholie meldet sich die nächste Generation. Höchstens mit dem immer noch und immer mehr anhaltenden Sängerinnen-Boom ist das vergleichbar. Allenthalben neue Namen. Da bedarf es schon originärer Fähigkeiten und unverwechselbarer Konzepte, will man sich in diesem Kontext abheben.




Sa | 20. November 2010 | 20 Uhr
Volkshaus
THE INTERNATIONAL GUITAR NIGHT
präsentiert von Peter Finger

Ahmed El-Salamouny (D/ET)

Pedro Tagliani (BR)
Falk Zenker (D)
Peter Finger (D)


Die „International Guitar Night“ ist ohne Zweifel für Freunde akustischer Gitarrenmusik ein musikalisches Highlight. Vier herausragende Gitarristen werden ihr Publikum mit einer ganz eigenen Mischung verschiedener Musikstile begeistern – von spielerischer Eleganz (A. El-Salamouny), über Brasil meets Jazz (P.Tagliani) und auf neuen Wegen (F. Zenker) bis zur virtuosen Poesie (P. Finger).
Hörgenuss pur, überraschende Momente, einfühlsame Musik und Staunen über das, was diese Könner unter den Gitarristen auf ihren Instrumenten zaubern.
Eine Konzertreihe mit hochkarätigem Niveau, welches dieses Jahr bereits zum 17. Mal auf Tour geht.
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Di | 23. November 2010 | 21 Uhr
Café Wagner
RETROVISEUR
VIVE LE JAZZ trifft JAZZMEILE THÜRINGEN

Yoann Durant – as, ss

Stephan Caracci – vb
Fanny Lasfargues – cb
Yann Joussein – dr


„Rückspiegel“ – so die Übersetzung des drolligen Namens – das sind vier vielversprechende französische Nachwuchstalente. Ihre Musik vermittelt überschäumende Energie und entwickelt sich mit feinem Sinn für Dramaturgie von Überraschung zu Überraschung. Die dynamischen und doch lyrischen Saxophonklänge von Yoann Durant und die farbenreiche Melodik des Vibrafonisten Stephan Caracci schaffen Filmatmosphäre. Ihre Auftritte, Augen- und Ohrenschmaus zugleich, begeistern die Jazzfreunde quer durch Frankreich ... und warum nicht darüber hinaus?




Fr | 26. November 2010 | 20 Uhr
Volksbad Jena
RUSCONI TRIO

Stefan Rusconi – p

Fabian Gisler – cb
Claudio Strüby – dr


Drei Mannen aus Zürich fabrizieren Jazz mit Spannkraft. Musik die federt, niemals hampelt oder luftig hübsch verpufft, sondern vielmehr kerzengerade auf dem Wellenspitz des Alpenföhns hinunter in die Talkessel surft und dort die Äcker und Scheitel neu bestellt mit kantiger Rhythmik und seeltiefen Sounds. Das Rusconi Trio ist DIE Alternative zu Kernkraft und Fernwärme, ein musikalischer Hochofen, ein Hochdruckgebiet auf dem Weg zu DIR. (David Hesse)
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So | 28. November 2010 | 20 Uhr
Rittergut Positz
ANDRES BÖHMER – Vom Norden geträumt

Elena Schmidt-Arras – Lesung

Andres Böhmer – g
Krishan Zeigner – dr


Die Schauspielerin Elena Schmidt-Arras ist langjähriges Ensemble-Mitglied des Glocksee-Theaters in Hannover. Mit dem Musiker Andres Böhmer teilt sie ihre verklärten Erinnerungen an nordeuropäische Gefilde, in denen auch sie einst lebte, wodurch die Entstehung des gemeinsamen Programms auf der Hand lag: Während Elena oft lesend, manchmal singend ausgewählte Texte vorträgt, interpretiert Andres im Duo untermalend wie überleitend atmosphärisch bis freche Charakterstücke zum Thema. Die so im Miteinander beider Ebenen lebendig werdenden Geschichten sind nicht zwangsläufig immer melancholischer Natur.