Veranstaltungsarchiv

Samstag, 16.05.2026, 20:00 Uhr // Kunstverein Jena - Markt 16
LIQUID SOUL – Musik aus Luft und Wasser
Foto copyright by Dietmar-Kutte-Korth

Liquid Soul – Musik aus Luft und Wasser

Gert Anklam ( Saxophone, Wasserstichorgel, Aquarion, Sheng) und Beate Gatscha ( Wasserstichorgel, Hang, Gong, Aquarion)

https://www.liquid-soul.de

Wasser — diesem alltäglichen Symbol des Lebens verdanken die Künstler ihre musikalischen Inspirationen, die sie in ihren Kompositionen zum Ausdruck bringen. Im Mittelpunkt des Konzerts steht die Wasserstichorgel — ein musikalisches und instrumentales Novum, mit deren Hilfe die Künstler rhythmisch-harmonische Klangteppiche erzeugen. Im Zusammenspiel mit dem poetischen Saxophon von Gert Anklam erklingen, gespielt durch Beate Gatscha, andere seltene Instrumente wie das Schweizer Hang, die chinesische Mundorgel Sheng und das gläserne Aquarion. Liquid Soul lädt ein zu einer Klangreise jenseits von ausgetretenen musikalischen Pfaden und erschafft für das Publikum eine ganz eigene, faszinierende Klangwelt.  "Musik ,die auszog, das Staunen zu lehren“  ( Folker ) www.liquid-soul.de


"Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, das für alle Spielarten der Klangkunst prädestiniert ist.“ FAZ

Freitag, 08.05.2026, 20:00 Uhr // Villa Rosenthal - Mälzerstrasse 11
CLARA VETTER TRIO
Foto: (c) Michael Gunzert

Clara Vetter Trio

Mit freundlicher Unterstützung der Villa Rosenthal Jena

Clara Vetter - Piano
Phil Donkin - Bass
Fabian Ahrends - Drums

 

Gemeinsam mit ihren Kollegen Mario Angelov und Lucas Klein ergründet die Pianistin und

Komponistin Clara Vetter ein Klangspektrum, das Verbindungen vom Jazz hin zum

Impressionismus und der Neuen Musik zieht. Eine Stimme aus dem Publikum beschrieb

ihre Musik als „Debussy crashes into Stockhausen“. Vetter sucht die Verbindungen zwischen

den Dingen, die sie inspirieren und lässt das darüber gewonnene Verständnis voll und ganz

in ihre Musik einfließen. Darin liegt auch die Vielseitigkeit und Tiefgründigkeit begründet,

die Vetter nachgesagt wird.

Donnerstag, 23.04.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26
SKYJACK <<ALles ist möglich>>
Foto Lindsay Appolis

SKYJACK-«Let The Sky Open Under Your Feet»

Marc Stucki (CH) – tenorsax
Andreas Tschopp (CH) – trombone
Kyle Shepherd (SA) – piano
Shane Cooper (SA) – bass
Jonno Sweetman (SA) – drums

https://skyjackmusic.com/videos/

Skyjack  <<ALles ist möglic>>
Die Band besteht aus drei Mitgliedern aus Südafrika und zwei aus der Schweiz. Alle sind für sich genommen von der Kritik hochgelobt, doch Skyjack ist als Ganzes ebenso grossartig wie seine Einzelteile. Shane Cooper und Kyle Shepherd wurden jeweils mit dem begehrten Standard Bank Young Artist for Jazz Award ausgezeichnet. Die Schweizer Musiker Marc Stucki und Andreas Tschopp sind zwei der gefragtesten Bläser der Schweiz, die im Laufe der Jahre schwindelerregende kreative und berufliche Höhen erreicht haben. Jonno Sweetman kam 2022 zur Band und ist einer der gefragtesten Schlagzeuger Südafrikas. Ihr Sound ist ein Kraftwerk. Alle Mitglieder steuern Kompositionen bei, die sie für die Gruppe geschrieben haben. Von tiefen afrikanischen Grooves über kraftvolle Jazz-Rides bis hin zu wunderschönen Klanglandschaften – all das ist Teil der unglaublichen Reise, die Skyjack darstellt.

Wir präsentieren die Release-Tour ihres vierten Albums, «Let The Sky Open Under Your Feet». Ihr viertes Album wird im April 2026 beim legendären südafrikanischen Label As-Shams/The Sun Records erscheinen und wird sich weiter mit zeitgenössischen Grooves und einem modernen Verständnis von Jazz auseinandersetzen.

 

Freitag, 17.04.2026, 20:00 Uhr // TRAFO - Nollendorfer Strasse 30
JOANNA DUDA TRIO
Foto:Aleksandra Mieczko

JOANNA DUDA TRIO

Joanna Duda – piano, electronics, composition
Jort Terwijn – bass
Michal Bryndal – drums

https://joannaduda.eu/

Foto:Aleksandra Mieczko

Tickets:
https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500005399000

 

Die Band rund um Joanna Duda vermag es, Musik zu erschaffen, die ständig im Fluss ist, einen hohen Wiedererkennungswert hat und trotzdem unvorhersehbar bleibt. Jeder der drei Musiker prägt den Sound auf unverzichtbare Weise: Bryndal verleiht der Musik mit seinem besonderen Rhythmusgefühl eine lebendige Dynamik zwischen treibenden Grooves und zarten Klangstrukturen; Terwijn erweitert mit seinem warmen Ton und seiner melodischer Tiefe den harmonischen Raum des Trios und Duda fungiert als kreativer Kern, der Komposition und Improvisation zu einem schlüssigen musikalischen Ganzen verwebt.

 

https://www.jazz-fun.de/joanna-duda-trio-delighted.html

https://www.youtube.com/watch?v=6iUA4OaZWL4&list=RD6iUA4OaZWL4&start_radio=1

https://www.youtube.com/watch?v=KC5Zoxnt7-Q&list=RDKC5Zoxnt7-Q&start_radio=1

 

Dienstag, 14.04.2026, 20:30 Uhr // Kulturbahnhof KuBa - Spitzweidenweg 28
Konzertverlegung - GONG
Foto: 14-04-2026-Jena-GONG-Sam Huddleston

Leider kann das Konzert am 14.04.2026 im Kulturbahnhof Jena nicht wie geplant stattfinden. Grund dafür ist ein kurzfristiger TV-Auftritt der Band. Die Band möchte jedoch unbedingt in Jena spielen und arbeitet bereits an einen Nachholtermin.  Der Termin wird zeitnah bekanntgegeben.

Bereits gekaufte Karten können entweder zurückgegeben werden oder behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin.
Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und danken für Ihr Verständnis.

GONG

Gong sind zurück mit ihrem kommenden Album „Bright Spirit“

Kavus Torabi (Gesang, Gitarre)
Dave Sturt (E-Bass)
Fabio Golfetti (Gitarre)
Ian East (Holzblasinstrumente)
Cheb Nettles (Schlagzeug)

 

https://www.gongband.com/

Gong geht 2026 auf große Tour – Details unter: https://www.gongband.com/sh

 Foto: 14-04-2026-Jena-GONG-Sam Huddleston

 

Tickets:
https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500005388000

 Seit 1970, als der selige Daevid Allen das Schiff vom Stapel ließ, hat GONG über 30 Studioalben veröffentlicht – jedes ein Schatz, jedes eine Karte zu neuen Dimensionen des Geistes. Und jetzt, ein halbes Jahrhundert später, flackert die Flamme heller denn je! He, ihr kosmischen Freibeuter des Klanges! Spitzt die Ohren, legt den Rum beiseite und hisst die Segel eurer Bewusstseinsschiffe, denn die legendären Raumfahrer von GONG sind aus den Nebeln des Universums zurück! Mit ihrem neuen Song „Stars In Heaven“ und einem funkelnden Musikvideo von Drain Hope melden sich die Meister der psychedelischen Stürme zurück – bereit, euch in eine neue Galaxie aus Schwingung und Vision zu entführen!

  

Kavus Torabi:

„Dies ist das bunteste und kaleidoskopischste Werk, das diese Inkarnation der Band je geschaffen hat! Es gibt östlich angehauchte Epen, lange jazzgetränkte Instrumentalreisen, meditative und kosmische Abstecher – und natürlich lodernden, psychedelischen Rock, heißer als jede Sonneneruption!“ Sterne im Himmel und Geister aus Klang – GONG kehrt zurück mit Stars In Heaven!“

„Stars In Heaven“ – ein Leuchtfeuer für die Ewigkeit

 

Der Song selbst ist wie ein fliegender Teppich aus Klang, der über die Milchstraße tanzt: sphärisch, hypnotisch, lebendig – ein Ruf an alle, die zwischen Traum und Realität ihre Anker werfen.

Ein würdiger erster Vorbote des kommenden Albums „Bright Spirit“, das den endlosen Katalog von GONG fortsetzt – einer Band, die seit über 50 Jahren die Grenzen zwischen Himmel und Erde verwischt.

 Gong – Bright Spirit – Neues Studioalbum - von php master am 07.01.2026

 „Bright Spirit“, das neue Studioalbum von Gong, erscheint am 13. März als CD, transparente türkisfarbene Vinyl-LP, schwarze Vinyl-LP und digital.

Jetzt vorbestellen unter https://gong.lnk.to/Bright_Spirit

 „Bright Spirit“ ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit „The Universe Also Collapses“ (2019) begann und mit „Unending Ascending“ (2023) fortgesetzt wurde. Aufgenommen mit dem langjährigen Weggefährten Frank Byng in dessen Studio in Süd-London, präsentiert sich Gong auf „Bright Spirit“ experimenteller denn je – abenteuerlustiger und offener für Träume.

 

 

Donnerstag, 09.04.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26
FALK ZENKER - Release-Tour zum 7. Soloalbum INNENWEGE
Foto: Sebastian Kowski

FALK ZENKER - Release-Tour zum 7. Soloalbum INNENWEGE 2026
Release-Tour zum 7. Soloalbum Innenwege 2026

Tickets:

https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500005470000

Magische Klangreisen -Gitarre & Live Looping
„Einer der kreativsten Nylongitarristen des Landes“, wie Falk Zenker unlängst vom Fachmagazin Akustik Gitarre genannt wurde, verspricht ein inspirierendes Konzerterlebnis, in dem Räume entstehen für schwereloses Träumen, atemberaubende Höhenflüge, heiter-kreative Gedankensprünge und für die Begegnung mit sich selbst.

 

 

 

Pressetext ausführlich:

Der bei Weimar und im Fichtelgebirge lebende Gitarrist, Komponist und Klangkünstler Falk Zenker wurde unlängst von der Fachzeitschrift Akustik Gitarre zu einem „der kreativsten Nylongitarristen des Landes“ gekürt.

Seit mittlerweile drei Dekaden begeistert er mit seinem virtuosen Gitarrenspiel zwischen Mittelalter, Klassik, Flamenco, Weltmusikmoderne, Improvisation und live geloopten Beats Publikum und Kritiker immer wieder aufs Neue. So schrieb beispielsweise das Jazzpodium über ihn: „Er ist ein Klangtüftler und Brückenbauer der besonderen Art, klassisch geschult und gesegnet mit der Gabe, immer wieder auf sensible, stilvolle und ganz eigene Weise Verbindungen zwischen Räumen und Zeiten zu erschaffen, wie nur er das kann - liebenswert, weltbürgerlich, typisch Zenker und sehr, sehr schön.“

Aktuell spielt und improvisiert Zenker Musik seines neuesten Albums Innenwege als auch seiner früheren Soloalben Estampie, Falkenflug, Gedankenreise und Wellentanz.

Mit raffiniertem Live-Looping vervielfältigt er dabei ab und an sein Gitarrenspiel zu orchestral-pulsierenden Klanglandschaften, das er als erster deutscher Akustikgitarrist seit 1997 auf der Bühne zelebriert. Falk Zenker verspricht ein inspirierendes Konzerterlebnis, in dem er Räume schafft für schwereloses Träumen, atemberaubende Höhenflüge, heiter-kreative edankensprünge und für die Begegnung mit sich selbst.

Freitag, 06.03.2026, 20:00 Uhr // Villa Rosenthal - Mälzerstrasse 11
DUO WROBLEWSKY & HECKEL
Foto: Wroblewsky-Heckel-Foto Martin Becker

DUO WROBLEWSKY & HECKEL
Seventies Songbook - New Songs From The Past


mit freundlicher Unterstützung der Villa Rosenthal Jena

Pascal von Wroblewsky - voc, sample pad
Jürgen Heckel - g, synth

 Tickets: https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500005374000

Die Welthits der Vergangenheit zu covern ist ein beliebtes Thema. Zu Recht, denn die letzten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts haben einen großen Fundus bemerkenswerter Musik hinterlassen, die damals noch den Geist von Aufbruch und Rebellion verströmte - der Beginn einer Ära.
Mit dem 'Seventies Songbook' präsentiert das Team Wroblewsky/ Heckel den Höhepunkt einer mehr als 30-jährigen Zusammenarbeit und Blick zurück auf ein Jahrzehnt selbsterlebter Geschichte. Und damit nicht genug sind jetzt die Sixties im Visier.
Allerdings, Songs wie Eloise, Light My Fire oder Smoke On The Water zum x-ten mal neu aufzulegen verpflichtet zu etwas Besonderem !
Jürgen Heckel, Gitarrist und Bandleader, hatte einen Nerv für die Restaurierung vielgespielter Songs von damals entdeckt und mit Pascal von Wroblewsky die ideale Interpretin für das Besondere. Echte Nostalgiker werden sich die Ohren reiben, denn die angestaubten Originale werden ordentlich aufgemischt - mit angemessenem Respekt versteht sich. Die Songs von Deep Purple, Doors, Led Zeppelin und anderen Helden der Ära sind jedenfalls in besten Händen.

Pascal von Wroblewsky - voc, sample pad
Jürgen Heckel - g, synth

www.wroblewky.de
www.bajazzo.net/6070songbook.htm

"...Wroblewsky und Heckel erweisen sich als Dreamteam der Interpretation..."
Melodiva
"...Smoke on the water von Deep Purple, Riders on the storm von The Doors und Black dog von Led Zeppelin als Jazz?? Warum hat das noch keiner vor ihr versucht
in den vergangenen dreißig oder vierzig Jahren? Die Antwort findet sich auf dieser vom ersten bis zum letzten Ton begeisternden CD..."
Jazzpodium

Donnerstag, 26.02.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26
OZMA / THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT
Foto:by Alex Sallé de Chou & Hervé Hiolle Leveque

OZMA / THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT

OZMA / Besetzung

  • Stéphane Scharlé: Schlagzeug, Komposition
  • Édouard Séro-Guillaume: Bass
  • Musina Ebobissé: Saxophon       
  • Dan Jouravsky: Keyboards
  • Martin Ferreyros: Gitarre

Nach fünf Jahren ohne Album kehrt OZMA mit THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT zurück – einem zutiefst persönlichen Album des Schlagzeugers und Bandleaders Stéphane Scharlé, das einen Wendepunkt in der Geschichte der Band markiert.

Paradoxerweise ist dieses Album, obwohl es Stéphane Scharlés persönlichstes Werk als Komponist ist, zugleich das, auf dem die meisten Kollaborationen mit anderen Künstler:innen zu finden sind. Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten, dem Bassisten Édouard Séro-Guillaume, hat er ein neues Team versammelt, eine musikalische Frischzellenkur: Musina Ebobissé am Saxophon, Martin Ferreyros an der Gitarre und – neu im Instrumentarium – Dan Jouravsky an den Keyboards, die die Posaune ersetzen.

Darüber hinaus versammelt das Album Gäste aus sehr unterschiedlichen musikalischen Welten und wagt eine Mischung aus Jazz, Metal und Rock – den künstlerischen Fundamenten Scharlés – sowie von Fulani-Musik, orientalischen Stimmen und Elektroklängen.

Eine massiver Soundwall aus Bass und Keyboards, ein pulsierendes Schlagzeug und ein lyrisches Thema, das von Gitarre und Saxophon gespielt wird – so entfaltet sich der titelgebende Eröffnungstrack „The Day We Decided To Live At Night“, der den Ton für das gesamte Album setzt.

Die Stücke auf THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT sind kurz und aufwändig produziert. Anders als die vorherigen OZMA-Alben, die live aufgenommen wurden, ist dieses Album als reines Studioalbum konzipiert worden. „Mit THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT nehme ich eine persönlichere künstlerische Richtung. Das Album ist eine innere Reise, die von jugendlichen Lieben und erwachsenen Aufständen erzählt.“

 Stéphane Scharlé

Was beide Thematiken – die Liebe und den Aufstand – hier miteinander verbindet, sind eine ausgeprägte Film-Noir-Atmosphäre und die Intensität der Musik. Letztere äußert sich nicht in einer ausgestellten Virtuosität oder Fusion-Kunststücken, sondern in einer sich ruhenden Präsenz, aus der heraus Druck, Melodienreichtum und lyrische Schönheit entstehen. Mit einem Bild: So als würden hier Musiker aus dem Auge des Sturms herausspielen, den die Musik selbst darstellt.

Stücke wie das rockige Fresko „To the Braves“, der Sog von „I Love Snakes“ oder das Stück „Atomic Winter“, dessen zentraler Headbanger-Part in ätherische Klanglandschaften übergeht, sind perfekte Beispiele dafür.

Improvisierte Miniaturen wie „Crystal Flare“, „This is Umbra“ und der (spoiler) versteckte Track „Tropical Snow“ geben Einblick in die reichen klanglichen Möglichkeiten des neuen Instrumentariums von OZMA und die neuen künstlerischen Freiheiten des Quintetts. Die energiegeladenen Stücke wechseln sich mit ruhigen, traumartigen Momenten ab, wie etwa der sonnigen Ballade „Multiple Faces“ oder „Magnetic Mist“, einem schwerelosen Stück, das Stéphane Scharlés neues Interesse an elektronischen Klängen zeigt.

Zusammenarbeiten haben in Stéphane Scharlés Laufbahn immer eine zentrale Rolle gespielt. Die syrische Sängerin Lynn Adib verleiht mit ihrer zarten Stimme dem Stück „Amours Volatiles“, wahrscheinlich eine der schönsten Balladen von OZMA, eine zugleich mütterliche und ätherische Aura. Ohne Übergang folgt das mitreißende „Metalycra“, ein Spielfeld für die experimentelle Flötistin Delphine Joussein, Mitglied des Trios Nout, und für die scharfkantigen sieben Saiten von Thomas Ketterer, einem Metal-Gitarristen, den OZMA in seinen Anfangsjahren kennengelernt haben.

Eine weitere brüderliche Freundschaft verbindet Stéphane Scharlé mit dem Fulani-Flötisten Dramane Dembélé, den er 2008 in Burkina Faso kennengelernt und mit dem er das Quartett Sarkaba gegründet hat. Seine aufwühlenden Melodien, gespielt in Call-and-Response, verleihen dem Stück „Rapide et Furieuse“ eine strahlende Intensität und machen es zu einem der drängendsten Titel auf THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT.

Die spanische Keyboarderin und Sängerin Meritxell Neddermann, mit der Stéphane Scharlé bereits im Duo gespielt hat, veredelt das sanft-fließende Stück „Quadratisch“ mit einem Dutzend Keyboard- und Vocoder-Spuren und schenkt dem Album so ein stilles und betörendes Finale. Das visuelle Universum des Albums entstand in Zusammenarbeit mit dem Künstler Andrea Ciulu (@andreaciulu), der sich selbst als AI Art Explorer beschreibt. Die dreizehn Tracks werden von einem Booklet mit 20 KI-generierten Schwarz-Weiß-Bildern visuell begleitet: futuristische und zugleich verfallene urbane Landschaften, Wale, die über Wolkenkratzern schweben, verzerrte Architektur und die wiederkehrende Figur einer Schlange als Symbol des Widerstands. Eine visuelle Erzählung, die die aktuell laufenden globalen Krisen und Eskalationen in Bilder fasst.

THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT könnte der Soundtrack eines dystopischen Science-Fiction-Film Noir sein. Trotzdem versinkt die Musik nie in Melancholie oder Verzweiflung, hat zu keiner Sekunde etwas Drückendes oder Trauriges. Stattdessen übermittelt sie in ihrer Intensität, Lebendigkeit und Energie eine positive Botschaft: eine Aufforderung, sich trotz allem nicht zu verschließen, sondern sich immer wieder zu verwandeln, zu vermischen und von anderen bereichern zu lassen. THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT zeugt von den ständigen Übergängen, die in uns stattfinden. Und von den Erinnerungen, Sehnsüchten, Spielen, die man mit sich herumträgt, wie auch von den Versprechen, die man im Laufe eines Lebens demjenigen gemacht hat, der man geworden ist und noch werden wird, ohne je aufzuhören, der zu sein, der man einmal war.

Samstag, 10.01.2026, 20:00 Uhr // Kunstverein Jena, Markt 16
WILLERS / SCHLICHTING / MARIEN - ALLIGATOR GROOVES
Fotonachweis: Almut Schlichting: William Maail Andreas Willers: Heinrich Brinkmöller-Becker  Christian Marien: Manfred Wimmer
Andreas Willers - Gitarre
Almut Schlichting - Baritonsaxophon 
Christian Marien - Schlagzeug

Vom Mississippi zur Donau, vom Nil zur Spree – die Jazz-Alligatoren sind überall unterwegs. Mit allen Wassern gewaschen, treiben die Reptilien durch die Geschichte des Grooves und der Improvisation – von Funk bis Free Jazz, von archaisch bis avantgardistisch. Mal schnappen sie zu, mal gleiten sie lautlos dahin, immer auf der Suche nach dem perfekten musikalischen Moment.

Inspiriert vom rauhen Gesang dieser Urzeittiere haben sich die Berliner Musiker:innen Almut Schlichting, Andreas Willers und Christian Marien im Sommer 2025 spontan zu einem Trio voller Energie und Spielfreude zusammengefunden.
Schlichting und Marien spielen gemeinsam bei der Insomnia Brass Band, Willers und Marien bei Derek plays Eric – doch in dieser Konstellation treffen die drei zum ersten Mal aufeinander. 
Ein Abenteuer für Musiker:innen und Publikum gleichermaßen!
 

Hörprobe Schlichting / Marien (Insomnia Brass Band, & Anke Lucks - Posaune):
Hörprobe Willers / Marien (Derek Plays Eric, & Jan Roder - Bass)
Donnerstag, 04.12.2025, 20:00 Uhr // Cafe Wagner, Wagnergasse 26
Andreas Schaerer Anthem for no man’s land

Andreas Schaerer & A Novel of Anomaly “Anthem for No Man’s Land” 

Andreas Schaerer voice, mouth percussion, bass-synth
Luciano Biondini accordion
Kalle Kalima electric guitar
Lucas Niggli drums 

 

Als Sänger hat man eine besondere Verantwortung. Denn mit der Stimme kann man sich nicht unsichtbar machen. Sie ist präsent, Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, ein Instrument, das direkt auf die Persönlichkeit verweist. Und außerdem produziert die Sprache Bedeutung. Jeder Text ist ein Anker, nahezu jede Aussage reicht über die Musik hinaus. Wer singt, muss daher vieles bedenken. „Eine Stimme kommt immer sehr direkt aus der Musik“, erzählt Andreas Schaerer. „Es gibt die Tendenz, dass Stimme, weil sie präsenter ist, einfacher zwischen Zuhörer und Musik vermitteln kann. Ich habe mich bewusst damit beschäftigt, wie ich mit der Stimme Musik oder ein Instrument begleiten kann. Es ist weniger schwer, begleitende Pattern zu finden, als zu erreichen, dass die Stimme sich nicht dauernd in den Vordergrund drängt. Selbst wenn du ganz leise Dinge machst, sie kommt einfach raus. Will man diese „traditionelle“ Rolle als Sänger erweitern, muss man das sehr bewusst gestalten.“ 

Die Schlagworte sind gefallen. Es geht um Präsenz, Vermittlung, Gestaltung. Denn der Schweizer Andreas Schaerer ist Sänger aus Leidenschaft. Wenn er singt, dann ist der ganze Körper Instrument, elastisch und tänzerisch. Er schlüpft in die Musik, nimmt Rollen ein, die sich aus den Klängen ergeben. Das ist ein ungewöhnliches Konzept und es weitet sich noch, wenn Andreas Schaerer auf Partner wie den Schlagzeuger Lucas Niggli, den Gitarristen Kalle Kalima und den Akkordeonisten Luciano Biondini trifft. Dann entsteht ein Quartett, das es schafft, Unterschiede produktiv zu verknüpfen: „Die Band gibt es seit 2016. Der Nukleus war das damals bereits bestehende Duo mit Lucas Niggli. Wir konnten uns nicht entscheiden, ob wir auf Dauer eher in eine elektronische oder in eine akustische Richtung gehen wollten. Geplant waren zwei Trios. Mit Kalle loteten wir die eine Richtung aus, mit Luciano die andere. Die Energie unter uns vieren war aber auf Anhieb so einmalig, dass ein Quartett daraus geworden ist. Und alle spielen wir auch sonst zusammen, also Duos in verschiedenen Kombinationen“. 

Diese besondere Chemie führt auch zu einem eigenen Tempo. Das erste Album des Quartetts A Novel Of Anomaly erschien 2018. Danach folgten über einhundert Konzerte, aber auch reichlich andere Projekte, die wie Hildegard lernt fliegen, Out Of Land, The Big Wig oder Evolution ihre Zeit beanspruchen. A Novel Of Anomaly hat sich daher sechs Jahre Raum gegeben, um mit „Anthem For No Man's Land“ an die ersten Experimente anzuknüpfen. Und die Musik wurde einerseits größer, andererseits offener. Denn Andreas Schaerer zieht sich weiter aus der ersten Reihe zurück, hinein in das Kollektive. Er verlässt die Sprache als Bedeutung, ohne auf den dramaturgischen Reiz des Gesprochenen zu verzichten. Was er singt, klingt bekannt, ist aber erfunden. Es weckt Assoziationen, sorgt so souverän für Sprachstimmungen, dass man beim beiläufigen Hören Englisch, Spanisch, Griechisch, Italienisch zu entdecken meint. Das ist kein Witz, sondern eine Philosophie und hat auch gesellschaftliche Aspekte: „Die Schnittstelle zwischen Sprache, Musik und Klang ist schon besonders spannend. Es hat mich schon immer interessiert, mit diesem Bruch zu spielen, wo sich Inhalt auflöst und Sprache nur noch Klang ist, trotzdem aber noch genug sprachliche DNA hat, um weiterhin als solche verstanden zu werden. Das ist fließend, ein spielerischer Ort. Auch Kinder sprechen ja viele Phantasiesprachen. Und bei diesem Album habe ich viel in diese Richtung überlegt. Einige Stücke funktionieren gut ganz ohne, andere aber wieder verlangen nach einer Sprache. Ich habe zuerst mit imaginärem Englisch oder Italienisch experimentiert, wo ich nur die Klangtemperaturen verwendet habe. Denn mir war schnell klar, dass „Anthem For No Man's Land“ eine freiere Sprache nutzen muss, die keiner Nation angehören. Es sind alles Worte, die es nicht gibt. Wenn man sie googelt, gibt es keine Treffer oder es kommt: ‚Meinten Sie …?‘“ 

Dazu passt die Musik. Alle Beteiligten lassen ihre Vorlieben ineinandergreifen. Mal klingt „Anthem For No Man's Land“ nach Prog Rock und dem psychedelischen Sound der Siebziger. Mal schwelgen die Klänge in der Italianita oder haben Tango-Elemente. Man findet Einflüsse westafrikanischer Rhythmen, alpenländischer Melodien. Kammerjazz mündet in eine raffinierte Form von Dada, die Vielfalt der Klänge und Motive passt zu den Bildern, die die imaginären Sprachen hervorrufen: „Ich finde den Titel „Anthem For No Man's Land“ eine schöne Idee, eine Hymne für ein Niemandsland oder ein Jedermenschensland“. Musik, die mehr kann, als beim Naheliegenden zu bleiben. Das passt zu dieser Band. 

 

Tickts über Touristinfo Jena:
https://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500005155000